*Samuli Paronen*

Wir wissen nicht.
Das vertreiben wir als Gott.

(aus der Anthologie: »Worte sind Taten«)
~ © Samuli Paronen ~
finnischer Literat, Arbeiter und Maler; 1917-1974

Zitante 19.08.2017, 18.00| (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Zitate/Aphorismen/Tagessprüche | Tags: Samuli Paronen

*Felix Renner*

Zwischen unterschiedlichen ideologischen Überzeugungen gibt es Niveauunterschiede,
die praktisch identisch sind mit dem Unterschied zwischen Dummheit und Intelligenz.

(aus: »Erfolgsgesellschaft im Stresstest« – Aphorismen)
~ © Felix Renner ~
Schweizer Jurist, Journalist und Aphoristiker, * 1935

Zitante 19.08.2017, 14.00| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Zitate/Aphorismen/Tagessprüche | Tags: Felix Renner

*Georg Skrypzak*

Macht fürchtet,
Ohnmacht hofft.

(aus der Manuskriptsammlung: »Diesseits und Jenseits von Kalau«)
~ © Georg Skrypzak ~
deutscher Aphoristiker, Restaurator, Maler, Zeichner und Satiriker, * 1946

Zitante 19.08.2017, 10.00| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Zitate/Aphorismen/Tagessprüche | Tags: Georg Skrypzak

*John D. Rockefeller*, Spruch des Tages zum 19.08.2017

Ich glaube, daß
jedes Recht eine Verantwortung,
jede Gelegenheit eine Aufgabe und
jeder Besitz eine Verpflichtung ist.

(zugeschrieben)
~ John Davison Rockefeller Sr. ~
US-amerikanischer Unternehmer, Mitbegründer der Standard Oil Company; 1839-1937


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Zitante 19.08.2017, 00.05| (2/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Zitate/Aphorismen/Tagessprüche | Tags: John D. Rockefeller, Tagesspruch, 20170819,

d14 - documenta in Kassel (Teil 9)

"Hopscotch" (1974) – so heißt diese Installation des Künstlers Vlassis Caniaris (1928-2011). Sie entstand als Teil der Serie "Immigrant", die später auf einer Wanderausstellung mit dem Titel "Gastarbeiter – Fremdarbeiter" in mehreren Städten gezeigt wurde.

Es zeigt 6 menschliche, kopflose Gestalten, mit Koffern an der Seite, die um ein Hüpfspiel (Himmel und Hölle – kennt ihr das noch?) herumstehen. Statt der Zahlen sind die Hinkelkästchen mit Worten befüllt, die auf die Zustände und Mechanismen, Lebens- und Arbeitsbedingungen der damaligen Einwanderer hinweisen. Im Hintergrund ist eine überlagerte Fahne zu sehen.

Als Spiel um ihr Leben, um ihre Identität oder Identitätslosigkeit ist das wohl zu verstehen. Wie viel bleibt, wenn man fast alles zurückläßt?

Der Künstler selbst schreibt dazu: »Mein Ziel war es – unter Verwendung von wissenschaftlichem Faktenmaterial – die Probleme, die Bedingungen, die Gründe und auch die Perspektiven dieser speziellen Welt zu untersuchen, die, aufgrund ihrer hohen Bevölkerungsdichte, einem abgesonderten europäischen Land glich. Mein verbindender Faden bestand darin, mit einer Gruppe von Menschen zu arbeiten: zuerst in ihrem Heimatland und dann, nach einer längeren Zeitdauer, in dem neuen Land, in das sie gegangen waren um dort zu arbeiten; dabei sollte alles abgedeckt werden, was mit einer solchen Themenstellung einhergeht: Wirklichkeiten, Träume, Situationen und mögliche Ausblicke.« (Quelle: Memorandum, Athen 1975).




»zum Teil 8 des Berichts«

Zitante 18.08.2017, 20.00| (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Freizeit | Tags: d14, documenta, Kassel, d14-09,

*Franz Kafka*

Wenn ich etwas sage, verliert es sofort und endgültig die Wichtigkeit;
wenn ich es aufschreibe, verliert es sie auch immer,
gewinnt aber manchmal eine neue.

(aus: »Tagebücher«)
~ Franz Kafka ~, jüdischer Name: Anschel
in Prag geborener, deutschsprachiger Schriftsteller, seine Werke werden zum Kanon der Weltliteratur gezählt; 1883-1924

Zitante 18.08.2017, 18.00| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Zitate/Aphorismen/Tagessprüche | Tags: Franz Kafka

*Friedrich Löchner*

Wo Lärm ist, flüchtet die Andacht.

(aus dem Jahresplaner 2005)
~ © Friedrich Löchner ~, auch: Erich Ellinger
deutscher Pädagoge, Dichter und Autor, 1915-2013

Zitante 18.08.2017, 16.00| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Zitate/Aphorismen/Tagessprüche | Tags: Friedrich Löchner

*Friedrich Gottlieb Klopstock*

Wo der Adler nistet,
kleckst die Schwalbe nicht an.

(aus: »Die deutsche Gelehrtenrepublik«)
~ Friedrich Gottlieb Klopstock ~
deutscher Dichter, gilt als wichtiger Vertreter der Empfindsamkeit; 1724-1803

Zitante 18.08.2017, 14.00| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Zitate/Aphorismen/Tagessprüche | Tags: Friedrich Gottlieb Klopstock

*Oskar Stock*

Wer ständig zweifelt, überlegt,
nur Angst und Trübsal in sich trägt.

(aus: »Mit Humor geht alles besser«)
~ © Oskar Stock ~
deutscher Schriftsteller und Aphoristiker, * 1946

Zitante 18.08.2017, 12.00| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Zitate/Aphorismen/Tagessprüche | Tags: Oskar Stock

*Dschingis Khan*

Wer keine große Angst erkennen läßt,
dem begegnet auch kein großes Mitleid.

(zugeschrieben)
~ Dschingis Khan ~, ursprünglich Temüdschin oder Temüüdschin; tatarisch: "der Schmied"
erster Großkhan der Mongolen von 1206 bis 1227; vereinte die mongolischen Stämme und weite Teile Zentralasiens und Nordchinas; lebte um 1155-1227

Zitante 18.08.2017, 10.00| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Zitate/Aphorismen/Tagessprüche | Tags: Dschingis Khan

*Brigitte Fuchs*, Spruch des Tages zum 18.08.2017

Manche Wünsche scheitern
weder am Geld noch am guten Willen,
sondern ganz einfach an der Realität.

(Bild und Text aus ihrem Blog https://www.brigittefuchs.ch/serendipity/)
~ © Brigitte Fuchs ~
Schweizer Autorin, Lyrikerin und Sprachspielerin, * 1951


(Klick hier, um den Spruch des Tages als Spruchkarte zu verschicken)

Bild- und Textquelle: http://www.brigittefuchs.ch/serendipity/ (Link führt zum Originalpost)

Zitante 18.08.2017, 00.05| (2/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Zitate/Aphorismen/Tagessprüche | Tags: Brigitte Fuchs, Tagesspruch, 20170818,

d14 - documenta in Kassel (Teil 8)

Gleich beim Eintritt ins Museum Fridericianum läuft man auf ein quietschbuntes Mosaik aus Licht.

Das Muster wird auf den Boden der Eingangshalle projiziert. Der Künstler Nikos Alexiou will damit das geometrische Mosaik-Muster eines orthodoxen Klosters ins Digital-Zeitalter überführen. Es ist praktisch das einzige Werk dieser documenta, in welchem eine Schlüssel-Technologie unserer Epoche eine Rolle spielt.

Die Projektion bewegt sich sehr langsam und es ist faszinierend, sich – obwohl es erst einmal eine Überwindung kostet – in das Lichtspiel zu stellen und die Muster auf sich selbst projizieren zu lassen.

Mit einer einfachen Kamera und sehr bescheidenen Fotografierkentnissen ist es sehr schwierig, die Wirkung der Installation einzufangen. Mir sind 2 einigermaßen vorzeigbare Bilder gelungen, die ich euch nach Bearbeitung gerne dazu zeigen möchte:



»zum Teil 7 des Berichts«

Zitante 17.08.2017, 20.00| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Freizeit | Tags: d14, documenta, Kassel, d14-08,

*Michael Marie Jung*

Zu den teuersten Raten
gehört die Scheidungsrate.

(aus: »Ausgesprochen scharfe Konturen« – Aphorismen & Sprüche)
~ © Michael Marie Jung ~
deutscher Aphoristiker und Persönlichkeitsbetreuer, * 1942

Zitante 17.08.2017, 18.00| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Zitate/Aphorismen/Tagessprüche | Tags: Michael Marie Jung

*William Howard Taft*

Der Erfolg steigt den Menschen zu Kopf,
aber am schlimmsten wirkt er sich auf die Bauchpartien aus.

(zugeschrieben)
~ William Howard Taft ~
US-amerikanischer Jurist und Politiker der Republikanischen Partei; 1857-1930

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*Hermann Rosenkranz*

Wer seine Gier zähmt,
landet bei einem sanften Verlangen nach Mehr.
Wie langweilig!

(aus: »Der Sarkast und der Regenbogen« – Nachtrag aus Lakonia)
~ © Hermann Rosenkranz ~
deutscher Jurist und Aphoristiker; *1932

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*Walter Hasenclever*

Wer liebt, leidet nicht mehr.
Er lächelt.

(zugeschrieben)
~ Walter (Georg Alexander) Hasenclever ~
expressionistischer deutscher Schriftsteller jüdischer Abstammung; 1890-1940

Zitante 17.08.2017, 12.00| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Zitate/Aphorismen/Tagessprüche | Tags: Walter Hasenclever

*Erhard Blanck*

Zukunft, die ich erträumte, sie zerrann.
Und was blieb von ihr?
Das Jetzt, das ich so nie wollte.

(aus einem Manuskript)
~ © Erhard Blanck ~
deutscher Heilpraktiker, Schriftsteller und Maler , * 1942

Zitante 17.08.2017, 10.00| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Zitate/Aphorismen/Tagessprüche | Tags: Erhard Blanck

*Jean de La Fontaine*, Spruch des Tages zum 17.08.2017

Oft trifft man sein Schicksal auf Wegen,
die man eingeschlagen hatte, um ihm zu entgehen.

(zugeschrieben)
~ Jean de La Fontaine ~
französischer Schriftsteller, bekannt durch seine Fabeln; 1621-1695


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d14 - documenta in Kassel (Teil 7)

»Being safe is scary« – »Sicher zu sein ist beängstigend«

Dieser Spruch steht als Graffito auf dem Gelände der Technischen Universität in Athen, allgemein "Polytechnio" genannt.

Das Fridericianum wurde mit dem Schriftzug vorübergehend zur d14 versehen. Es ist eine Idee der 1970 in Ankara geborenen Künstlerin Banu Cennetoglu. Es hat einen Bezug zum gegenüber installierten »Parthenon der Bücher«, nachzulesen auf »dieser Internetseite«. Auch hier geht es um verbotene Literatur.



Ab meinem nächsten Beitrag berichte ich über einige dort ausgestellten Werke.

»zum Teil 6 des Berichts«

Zitante 16.08.2017, 20.00| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Freizeit | Tags: d14, documenta, Kassel, d14-07,

*Sophie Alberti*

Von dem Heiligsten und Höchsten, was die Seele bewegt,
spricht man ungern, ehrt es am besten durch Schweigen.

(aus: »Über alles die Pflicht«)
~ Sophie Alberti ~, geb. Mödinger; Pseudonym: Sophie Verena
deutsche Schriftstellerin und Übersetzerin; 1826-1892

Zitante 16.08.2017, 18.00| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Zitate/Aphorismen/Tagessprüche | Tags: Sophie Alberti

*Wilhelm Schwöbel*

Zeitungen sind
das Spiegelbild der Intelligenz ihrer Leser.

(aus: »Ansichten und Einsichten« – Aphorismen)
~ © Wilhelm Schwöbel ~
deutscher Zoologe und Aphoristiker, 1920-2008

Zitante 16.08.2017, 16.00| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Zitate/Aphorismen/Tagessprüche | Tags: Wilhelm Schwöbel

*Alfred Grünewald*

Der ist reich,
dem das Leben die Abschiede schwer machte.

(zugeschrieben)
~ Alfred Grünewald ~
österreichischer Schriftsteller; 1884-1942

Zitante 16.08.2017, 14.00| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Zitate/Aphorismen/Tagessprüche | Tags: Alfred Grünewald

*Thomas Häntsch*

Sie freuen sich, gemeinsam in einem Boot zu sitzen,
und begreifen nicht, dass es eine Galeere ist.

(aus einem Manuskript)
~ © Thomas Häntsch ~
deutscher Fotograf und Autor, * 1958

Zitante 16.08.2017, 12.00| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Zitate/Aphorismen/Tagessprüche | Tags: Thomas Häntsch

*Ion Dragoumis*

Nichts ist unmöglich.
Das Mögliche vom Unmöglichen trennt nur eine dünne, dünne Linie.
Aber wir sind so in den Bequemlichkeiten festgefahren, so erstarrt,
daß wir nicht in der Lage sind, über die dünne Linie zu springen.

(zugeschrieben)
~ Ion Dragoumis ~
griechischer Diplomat, Schriftsteller und Politiker; 1878-1920

Zitante 16.08.2017, 10.00| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Zitate/Aphorismen/Tagessprüche | Tags: Ion Dragoumis

*Manfred Hinrich*, Spruch des Tages zum 16.08.2017

Rücken: wichtiger als das Gesicht,
hinterm Rücken wird das Wichtigste gesagt

(aus: »Scherben 2002-2004«)
~ Manfred Hinrich ~ (© by Zitante)
deutscher Philosoph, Lehrer, Journalist, Kinderliederautor, Aphoristiker und Schriftsteller, 1926-2015


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d14 - documenta in Kassel (Teil 6)

Ich bin immer noch nicht fertig mit den Außeninstallationen vom Friedrichsplatz...

Der im Irak geborene Berliner Künstler Hiwa K wurde von der Flüchtlingsgeschichte seines Freundes K (dessen Initial er sich zu eigen machte) zu diesem Werk inspiriert. Gemeinhin wird es die "Röhren" genannt, genau heißt es: "When We Were Exhaling Images - Als wir Bilder ausatmeten".

K versteckte sich, zusammen mit anderen Flüchtlingen, in leeren Abwasserrohren, die von Griechenland nach Italien transportiert werden sollten. In diesen Röhren lebten sie wochenlang und haben sich mit der Zeit soweit möglich "häuslich eingerichtet".

Das Werk soll dazu anregen, über Vertreibung, Flucht, Kanalisation, Schutz – aber auch über Mietwucher, Wohnungsnot oder Raumwunder nachzudenken. Jede Röhre ist ein Mikrokosmos: Bücher und Schreibfeder, die Kneipe mit alkoholischen Getränken, ein Bad, eine Küche, ein Schlafplatz… alles auf wenigen Quadratmetern. Es zwingt einen darüber nachzudenken, was wichtig ist, welche Dinge einen wirklich etwas bedeuten. Über Bedürfnislosigkeit sinnierte ja schon Diogenes.

Vorzugsweise ist das Werk abends zu besichtigen, wenn die Röhren beleuchtet sind. Es kommt da eine ganz besondere Stimmung auf. Allerdings sind meine Fotos nicht gut geworden; ich greife also auf zwei Bilder meines Schwiegersohnes zurück.



»zum Teil 5 des Berichts«

Zitante 15.08.2017, 20.00| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Freizeit | Tags: d14, documenta, Kassel, d14-06,

*Christine Adamek*

Mit strenger Erziehung
verhindert man Freidenker und Revolutionäre

(aus einem Manuskript)
~ © Christine Adamek ~
deutsche Autorin, * 1966

Zitante 15.08.2017, 18.00| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Zitate/Aphorismen/Tagessprüche | Tags: Christine Adamek

*Wilhelm Ludwig Wekhrlin*

Man ist nie allein glücklich.

(zugeschrieben)
~ Wilhelm Ludwig Wekhrlin ~, eigentlich Weckherlin
deutscher Journalist und Schriftsteller in der Zeit der Aufklärung; 1739-1792

Zitante 15.08.2017, 16.00| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Zitate/Aphorismen/Tagessprüche | Tags: Wilhelm Ludwig Wekhrlin

*Gerd de Ley*

Wer die Regie über seine Träume führt,
tötet seine Phantasie.

{Wie zijn eigen dromen regisseert
doodt zijn fantasie.}

(aus: »Houten Dief«)
~ © Gerd de Ley ~
belgisch-flämischer Schauspieler, Aphoristiker und Verleger, * 1944

Zitante 15.08.2017, 14.00| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Zitate/Aphorismen/Tagessprüche | Tags: Gerd de Ley

*Louis-François Duplessis de Mornay*

Der Atheist ist ein Kurzsichtiger,
der sich in der Brille eines Weitsichtigen gefällt.

(zugeschrieben)
~ Louis-François Duplessis de Mornay ~
französischer Kapuziner und dritter Bischof von Québec in Neufrankreich; 1663-1741

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*Vytautas Karalius*

Wir verraten uns nicht damit, was wir begehren,
sondern wie.

(aus: »Flöhe in der Zwangsjacke.« – Aphorismen, Paradoxa, ironische Anspielungen)
~ © Vytautas Karalius ~
litauischer Schriftsteller, Aphoristiker und Übersetzer, * 1931

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*Weisheit aus China*

Fürchte dich nicht vor dem langsamen Vorwärtsgehen,
fürchte dich nur vor dem Stehenbleiben.

~ Weisheit aus China ~

Zitante 15.08.2017, 08.00| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Zitate/Aphorismen/Tagessprüche | Tags: Weisheit; China

*Ludwig Ganghofer*, Spruch des Tages zum 15.08.2017

Ferienzeit! –
Nicht Worte, nicht Bücher erschöpfen den Zauber,
den diese vier Silben bergen.

(aus: »Lebenslauf eines Optimisten«)
~ Ludwig (Albert) Ganghofer ~
deutscher Schriftsteller, bekannt durch seine Heimatromane; 1855-1920


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Bildquelle: congerdesign/pixabay.com (Link führt zum Originalbild)/ CC0 1.0 Universell

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d14 - documenta in Kassel (Teil 5)

Von jeder documenta verbleibt das ein oder andere Kunstwerk in Kassel - an dieser Stelle z.B. zu sehen als »Der Himmelsstürmer« sowie einem Werk als »einem Werk der Beteiligung der Kirchen«.

Auch heute stelle ich euch ein solches Werk vor – und zwar den "Vertikaler Erdkilometer«. Er ist in unmittelbarer Nähe des Parthenon zu sehen – aber nur, wenn man ganz genau hinguckt, den er sieht sehr viel unspektakulärer aus als er ist. Man kann durchaus von einer "radikalen Unanschaulichkeit" des verborgenen Stabs sprechen. Auf Platzniveau ist nur das obere Ende – die Kreisfläche des Stabdurchmessers – sichtbar, eingebettet in einer quadratischen Sandsteinplatte.

Die Installation war auf der d6 (1977) erstmalig ausgestellt – und war verbunden mit erheblichen und sehr kritischen Stimmen der Kasseler Bürger. Es galt als das damals umstrittenste Kunstwerk der documenta. Dabei kamen drei Dinge zusammen:

• Die Bürger waren auf das Aufmaß dieses Kunstwerks nicht vorbereitet. Sowohl der Bohrturm als auch der umgebende Zaun stellten eine erhebliche Behinderung dar, außerdem war die Anbringung aufgrund der Bohrtürme mit erheblichem Lärm verbunden;
• der bis dahin auf dem Installationsplatz bestehende Rasen wurde zur Wüste; die "gute Stube" Kassels wurde in den Augen der Bürger zerstört;
• auf dem gleichen Platz wurde zum gleichen Zeitpunkt vom Künstler Richard Serra sein Werk »Terminal« installiert – es bestand aus rostigem Stahl und wurde später als »Kunstklo« bezeichnet...

Zum Zeitpunkt der Errichtung des "Vertikaler Erdkilometer« beherbergte das Fridericianum eine Ausstellung über die historischen Instrumente zur Vermessung der Welt. Es gab also einen direkten Bezug zum Kunstwerk. Ziel war es, über die Erde und ihren Ort im Universum nachzudenken. Zugleich sollte er als symbolischer Akt der Rückgabe des hochwertigen Metalls an die ausgebeutete Erde gedeutet werden.

Das Werk wurde finanziert von der US-amerikanischen »Dia Art Foundation«, der Künstler hieß Walter De Maria. Es besteht aus einem Messingstab von 1000 m (1 km) Länge, angebracht vertikal in Richtung Erdmittelpunkt.

Heute wird das Kunstwerk, das die Kasseler am wenigsten wollten, als dasjenige betrachtet, das am innigsten mit der Stadt verbunden ist. Es hat heutzutage einen Wert von ca. 50.000 € (knapp 16,5 t Messing).


»zum Teil 4 des Berichts«

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*Théodore Simon Jouffroy*

Wer die Geschichte versteht,
wird nie eine Rolle in ihr spielen.

(zugeschrieben)
~ Théodore Simon Jouffroy ~
französischer Publizist und Philosoph; 1796-1842

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*Gabriele Ende*

Seine inneren Anteile zu leugnen und glauben glücklich zu werden,
ist ebenso widersinnig, wie wenn ein Pianist versuchte,
alle Musikstücke nur auf den schwarzen Tasten zu spielen.

(aus einem Manuskript)
~ © Gabriele Ende ~
deutsche Lyrikerin und Autorin, * 1950

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*Moritz Lazarus*

Trotz ist
der Ausdruck innerlicher Unabhängigkeit.

(aus seinen Werken)
~ Moritz Lazarus ~, eigentlich: Moses Lazarus
deutscher Psychologe, Mitbegründer der Völkerpsychologie auf Herbartscher Grundlage; 1824-1903

Zitante 14.08.2017, 14.00| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Zitate/Aphorismen/Tagessprüche | Tags: Moritz Lazarus

*Alexander Saheb*

Unentschlossenheit ist
eine Entscheidung dagegen.

(aus: »Gedankenzoo« – Aphorismen und andere Anekdoten)
~ © Alexander Saheb ~
deutscher Aphoristiker, * 1968

Zitante 14.08.2017, 12.00| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Zitate/Aphorismen/Tagessprüche | Tags: Alexander Saheb

*Walter Flex*

Wer die Kampflust der Jugend reizt,
macht sie hochmütig und laut,
und wer sie ungeschickt anfasst,
der macht sie hässlich.

(aus: »Der Wanderer zwischen beiden Welten«)
~ Walter Flex ~
deutscher Schriftsteller und Lyriker; 1887-1917

Zitante 14.08.2017, 10.00| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Zitate/Aphorismen/Tagessprüche | Tags: Walter Flex

*Billy*, Spruch des Tages zum 14.08.2017

Wer über Menschen schreibt,
braucht kein Thema – er braucht Stil.

(aus: »Wir Kleindenker« – Ein Plädoyer für die Einfalt und Vielfalt des Denkens)
~ © Billy ~, eigentlich Walter Fürst
Schweizer Aphoristiker, *1932


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