Kristiane Allert-Wybranietz

Angst vor dem Tod?

Da werde ich – vielleicht – eines Tages 80 oder 90 Jahre alt sein,
und habe mein ganzes Leben nichts weiter getan,
als Angst davor zu haben, frühzeitig zu sterben.

(aus: »Liebe Grüße« – Neue Verschenktexte)
~ © Kristiane Allert-Wybranietz ~

deutsche Lyrikerin; 1955 – 2017

Zitante 13.08.2017, 18.00| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Zitate/Aphorismen/Tagessprüche | Tags: Kristiane Allert-Wybranietz

Rabbi Nachman

Zuviel Höflichkeit ist unhöflich.

(zugeschrieben)
~ Rabbi Nachman von Brazlaw ~

chassidischer Zaddik; 1772-1810

Zitante 13.08.2017, 16.00| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Zitate/Aphorismen/Tagessprüche | Tags: Rabbi Nachman

Gerhard Uhlenbruck

Wo gehobelt wird,
haben Dünnbrettbohrer leichtes Spiel.

(aus: »Wortmeldungen«. Wieder Sprüche voller Widersprüche. [2009])
~ © Gerhard Uhlenbruck ~

deutscher Immunologe und Aphoristiker; 1929–2023

Zitante 13.08.2017, 14.00| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Zitate/Aphorismen/Tagessprüche | Tags: Gerhard Uhlenbruck

Abraham a Sancta Clara

Während die Hirten schlafen,
stiehlt man die Wolle den Schafen.

(zugeschrieben)
~ Abraham a Sancta Clara ~, eigentlich Johann Ulrich Megerle
katholischer Geistlicher, Prediger und Schriftsteller; 1644-1709

Zitante 13.08.2017, 12.00| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Zitate/Aphorismen/Tagessprüche | Tags: Abraham a Sancta Clara

Rainer Kaune

Verwebe dich mit der Welt
und bleibe dennoch deutlich erkennbar!

(aus einem Manuskript)
~ © Rainer Kaune ~

Pseudonym: Heinrich Berner
Autor, Rezitator, Vortragsredner, * 1945

Zitante 13.08.2017, 10.00| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Zitate/Aphorismen/Tagessprüche | Tags: Rainer Kaune

Weisheit aus Arabien, Spruch des Tages zum 13.08.2017

Zitante 13.08.2017, 00.05| (3/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Zitate/Aphorismen/Tagessprüche | Tags: Weisheit, Tagesspruch, 20170813,

Hans-Horst Skupy

Wenn alle Stricke reissen,
bleibt uns der Galgenhumor.

(aus einem Manuskript)
~ © Hans-Horst Skupy ~

deutscher Publizist und Aphoristiker; * 1942

Zitante 12.08.2017, 18.00| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Zitate/Aphorismen/Tagessprüche | Tags: Hans-Horst Skupy

Claudio Aquaviva

Stark in der Tat, milde in der Art.

{Fortiter in re, suaviter in modo.}

(aus: »Industriae ad curandos animae morbos«)
~ Claudio Aquaviva ~, auch: Acquaviva
fünfter Generalsuperior der Societas Jesu; 1543-1615

Zitante 12.08.2017, 16.00| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Zitate/Aphorismen/Tagessprüche | Tags: Claudio Aquaviva

KarlHeinz Karius

Wie schnell das Parfum des Erfolgs verduften kann,
zeigt sich nicht nur bei einem Abgasskandal.

(aus: »WortHupferl«)
~ © KarlHeinz Karius ~

Worthupfler

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Christian Fürchtegott Gellert

Wer ein Laster liebt,
der liebt die Laster alle.

(aus: »Herodes und Herodias«)
~ Christian Fürchtegott Gellert ~

deutscher Dichter und Moralphilosoph der Aufklärung, zu seiner Lebzeit einer der meistgelesenen Schriftsteller; 1715-1769

Zitante 12.08.2017, 12.00| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Zitate/Aphorismen/Tagessprüche | Tags: Christian Fürchtegott Gellert

Arthur Feldmann

Wurde die Menschheit von allen Übeln erst heimgesucht,
als Pandora die Büchse der Neuerungen öffnete?

(aus: »Spiegelungen« – Nachdenkliche Betrachtungen eines Herbstblattes über das bunte Treiben der Welt [2003])
~ © Arthur Feldmann ~

Schriftsteller österreichischer Herkunft; 1926-2012

Zitante 12.08.2017, 10.00| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Zitate/Aphorismen/Tagessprüche | Tags: Arthur Feldmann

Friedrich Theodor Vischer, Spruch des Tages zum 12.08.2017

Es gibt keinen besten Staat, weil es keinen guten gibt.
Es kann nur einen möglichst wenig schlechten geben.

(aus seinen Werken)
~ Friedrich Theodor Vischer ~, Pseudonyme: Philipp U. Schartenmayer und Deutobold Symbolizetti Allegoriowitsch Mystifizinsky
deutscher Literaturwissenschaftler und Philosoph im Feld der Ästhetik, Schriftsteller und Politiker; 1807-1887


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Antoine de Saint-Exupéry

Wer nur um Gewinn kämpft, erntet nichts,
wofür es sich lohnt, zu leben.

(zugeschrieben)
~ Antoine (Marie Jean-Baptiste Roger Vicomte) de Saint-Exupéry ~

französischer Schriftsteller, Humanist und Pilot; 1900-1944

Zitante 11.08.2017, 18.00| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Zitate/Aphorismen/Tagessprüche | Tags: Antoine de Saint-Exupéry

Brigitte Fuchs

Wer sich langweilt,
kommt wenigstens nicht zu kurz.

(aus: »Himmel. Nochmal.« Sätze zur Welt und darüber hinaus. [2011])
~ © Brigitte Fuchs ~

Schweizer Autorin, Lyrikerin und Sprachspielerin; * 1951

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Nicolaas Beets

Die Sprache des Herzens
hat manchen Dialekt.

(zugeschrieben)
~ Nicolaas Beets ~

niederländischer reformierter Theologe, Kirchenhistoriker, Dichter und Schriftsteller; 1814-1903

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Sigrun Hopfensperger

Wunsch und Absicht unterscheiden sich darin,
dass der Wunsch rein gedanklich bleibt, während die Absicht
mit Handlungswillen verknüpfter Gedanke ist.

(aus einem Manuskript)
~ © Sigrun Hopfensperger ~

deutsche Aphoristikerin, Universalistin und Idealistin; * 1967

Zitante 11.08.2017, 12.00| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Zitate/Aphorismen/Tagessprüche | Tags: Sigrun Hopfensperger

James Freeman Clarke

Wer glaubt, ist stark.
Wer zweifelt, ist schwach.
Große Taten brauchen feste Überzeugungen.

{He who believes is strong;
he who doubts is weak.
Strong convictions precede great actions.}

(zugeschrieben)
~ James Freeman Clarke ~

unitarischer Prediger, Gründer einer Kirchengemeinde in Boston und Schriftsteller; 1810-1888

Zitante 11.08.2017, 10.00| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Zitate/Aphorismen/Tagessprüche | Tags: James Freeman Clarke

Edith Tries, Spruch des Tages zum 11.08.2017

Die Hoffnung ist wie ein Seil.
Sie überspannt die Tiefen auf unserem Lebensweg,
gibt uns Halt und rettet uns so vor dem freien Fall.

(aus einem Manuskript)
~ © Edith Tries ~

deutsche Autorin; * 1952



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Bildquelle (Ausschnitt): Tatiana4ka/pixabay.com (Link führt zum Originalbild)/ CC0 1.0 Universell

Zitante 11.08.2017, 00.05| (2/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Zitate/Aphorismen/Tagessprüche | Tags: Edith Tries, Tagesspruch, 20170811,

d14 - documenta in Kassel (Teil 4)

Wie im letzten Beitrag angekündigt zeige ich euch heute eine Auswahl an Büchern, die irgendwann irgendwo in der Welt "unerwünscht" waren. Leider konnte ich nur zu 4 Titeln das Land und den Grund zur Ablehnung des Buches finden – ich liste jedoch mal einen Teil der Bücher, deren Titel ich auf den Säulen erkannte. Vielleicht wißt ihr mehr darüber? Gerne lese ich davon im Kommentarfeld!

Übrigens: Das Buch, das mir als allererstes einfiel, als bereits Anfang des Jahres über das Projekt gesprochen wurde, habe ich auf dem Kunstwerk nirgendwo gesehen....

Auf dem Index standen also:

Lewis Carroll: »Alice im Wunderland« (China, 1931, Weil darin Tiere reden können und weil es verwerflich ist, das Tier dem Menschen gleichzusetzen);
Sir Arthur Conan Doyle: »Abenteuer des Sherlock Holmes« (Russland, 1929, okkultistischer und spiritualistischer Einschlag);
Howard Pyle: »Robin Hood« (USA, 1950, Weil das Ausrauben von Reichen zugunsten Armer als kommunistische Propaganda mißverstanden werden könnte);
Erich Maria Remarque: »Im Westen nichts Neues« (Italien und Deutschland, 1933, wegen pazifistischer Tendenzen)

Sowie:
Franz Kafka: Tagebücher
Thomas Mann: Der Zauberberg
Thomas Mann: Joseph und seine Brüder
Heinrich Mann: Die Jugend des Königs Henri Quatre
Franz Kafka: Erzählungen
Jerome D. Salinger: Der Fänger im Roggen
Johann Wolfgang von Goethe: Die Leiden des jungen Werther
Stefan Zweig: Unschuld der Herzens
Stefan Zweig: Verwirrung der Gefühle
Stefan Zweig: Praterfrühling
Erich Mühsam: War einmal ein Revoluzzer
Harriet Beecher-Stowe: Onkel Toms Hütte
George Orwell: 1984
Boris Pasternak: Doktor Schiwago
Victor Hugo: Der Glöckner von Notre Dame
Bertrand Russell: Weshalb ich kein Christ bin
Brüder Grimm: Kinder- und Hausmärchen
Kurt Tucholsky: Rheinsberg
Jonathan Swift: Gullivers Reisen
Antoine de Saint-Exupéry: Der kleine Prinz
Henry Miller: Wendekreis des Krebses
Thomas Mann: Dr. Faustus
Dan Brown: Der da Vinci Code
Hans Fallada: Wer einmal aus dem Blechnapf frißt
Luthers Evangelien-Auslegung
Die Bibel
und, und, und...



»zum Teil 3 des Berichts«

Zitante 10.08.2017, 20.00| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Freizeit | Tags: d14, documenta, Kassel, d14-04,

Clara Zetkin

Nicht herunterschrauben sollten wir unsere Ansprüche,
sondern umgekehrt, wir müssen sie
immer höher und höher steigern.

(aus: »Dem Proletariat die beste sozialistische Literatur«)
~ Clara (Josephine) Zetkin ~, geborene Eißner
deutsche Politikerin, Friedensaktivistin und Frauenrechtlerin; 1857-1933

Zitante 10.08.2017, 18.00| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Zitate/Aphorismen/Tagessprüche | Tags: Clara Zetkin

Emil Baschnonga

Wie leicht Riesen
über Wichte stolpern.

(aus einem Manuskript)
~ © Emil Baschnonga ~

Schweizer Schriftsteller und Aphoristiker; * 1941

Zitante 10.08.2017, 16.00| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Zitate/Aphorismen/Tagessprüche | Tags: Emil Baschnonga

Hazrat Inayat Khan

Schlafen ist bequem,
aber Erwachen ist interessant.

(zugeschrieben)
~ Hazrat (Pir-o-Murshid) Inayat Khan ~

Gründer des Internationalen Sufi-Ordens und der Internationalen Sufi-Bewegung; 1882-1927

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Lothar Bölck

Wer sich um den Spott nicht zu sorgen braucht,
hat einen Schaden.

(aus: »Mit der Macht ist der Mensch nicht gern alleine« – Aphorismen, Sprüche, Naseweisheiten [2000])
~ © Lothar Bölck ~

deutscher Kabarettist und Autor; * 1953

Zitante 10.08.2017, 12.00| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Zitate/Aphorismen/Tagessprüche | Tags: Lothar Bölck

Camillo Benso von Cavour

In der Politik gibt es
nichts Dümmeres als alten Groll.

(zugeschrieben)
~ Camillo Benso (Graf) von Cavour ~

italienischer Staatsmann; 1810-1861

Zitante 10.08.2017, 10.00| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Zitate/Aphorismen/Tagessprüche | Tags: Camillo Benso von Cavour

Harald Schmid, Spruch des Tages zum 10.08.2017

Wir spielen drei wichtige Rollen in unserem Leben:
die Rolle, die uns zugedacht wurde,
die Rolle, die wir uns selbst vorspielen,
und die Rolle, die wir anderen vorspielen.

(aus: »Kleine Bilanzen – Aphorismen von A bis Z« [2010])
~ © Harald Schmid ~

auch: Harry Pegas
deutscher Aphoristiker; 1946–2020



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Zitante 10.08.2017, 00.05| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Zitate/Aphorismen/Tagessprüche | Tags: Harald Schmid, Tagesspruch, 20170810,

d14 - documenta in Kassel (Teil 3)

Heute berichte ich über das (meines Wissens) größte Kunstwerk der diesjährigen documenta. Es ist der »Nachbau« des »Parthenon«, eines antiken Tempels in Athen.

Das Werk wird dargestellt in Originalgröße, d.h. 70 x 30 m. Ziel dieses Werkes ist es, 100.000 Schriftstücke, die irgendwo in der Welt verboten waren, nicht gedruckt oder verkauft werden durften/sollten, aufzuzeigen. Einige Bilder und Titel dieser Bücher mit den mir bekannten Gründen, weshalb sie verpönt waren, werde ich im nächsten Beitrag zeigen. Ihr werdet staunen über ein solches "Archiv des Gedankenverbots"...

In Kassel zeigt die Künstlerin »Marta Minujin« die wesentlich größere Ausfertigung ihres Werkes, das sie bereits 1983 in Buenos Aires (nach Abdanken der Militärdiktatur) aufstellen ließ.

Der »Parthenon« steht in unmittelbarer Nähe des Fridericianum (siehe vorherigen Beitrag). Das Fridericianum, das damals noch als Bibliothek genutzt wurde, fing 1941 während eines Bombenangriffs der Alliierten Feuer. Ein Buchbestand von ca. 350.000 Bänden ging dabei unwiderruflich verloren. Das Werk soll natürlich auch an die "Aktion wider den undeutschen Geist" erinnern, bei dem am 19. Mai 1933 auf Befehl der Nazis mehrere tausend Bücher verbrannt wurden.

Die Bestückung mit verpönten Büchern ist noch nicht abgeschlossen und einige Teile des Gerüsts sind noch kahl. Besucher werden gebeten, in einer dafür vorgesehenen Box Bücher einzuwerfen. Die Box wird täglich geleert und die gesammelten literarischen Werke werden zum Kunstwerk hinzugefügt. Das Werk wächst sozusagen täglich!



»zum Teil 2 des Berichts«

Zitante 09.08.2017, 20.00| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Freizeit | Tags: d14, documenta, Kassel, d14-03,

Peter Hohl

Welche Eltern sind erfolgreicher:
Die ihren Kindern sagen, was sie sollen –
oder die sie erleben lassen, was sie können?

(aus: »Ein Mittel gegen Einsamkeit...« – 52 neue Wochensprüche)
~ © Peter Hohl ~

deutscher Journalist und Verleger; * 1941

Zitante 09.08.2017, 18.00| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Zitate/Aphorismen/Tagessprüche | Tags: Peter Hohl

Rudolf Presber

Und wär' ich nie ein Narr gewesen,
Wo nähm' ich jetzt die Weisheit her?

(aus dem Gedicht »Eitelkeit«)
~ Rudolf Presber ~

deutscher Schriftsteller, Dramatiker und Drehbuchautor; 1868-1935

Zitante 09.08.2017, 16.00| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Zitate/Aphorismen/Tagessprüche | Tags: Rudolf Presber

Karl Miziolek

Zuneigung ist der Brunnen
aus dem die Liebe fließt

(aus seinem Blog)
~ © Karl Miziolek ~

österreichischer Hobbypoet; 1937-2021

Zitante 09.08.2017, 14.00| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Zitate/Aphorismen/Tagessprüche | Tags: Karl MIziolek

Giuseppe Garibaldi

Ein Mensch lebt, um den Massen nützlich zu sein.
Und der Wert eines Menschen wird bestimmt
durch den Nutzen, den er seinen Mitmenschen bringt.
Geboren werden, leben, essen, trinken und sterben,
das kann auch ein Insekt.

(zugeschrieben)
~ Giuseppe Garibaldi ~

italienischer Guerillakämpfer und einer der populärsten Protagonisten des Risorgimento; 1807-1882

Zitante 09.08.2017, 12.00| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Zitate/Aphorismen/Tagessprüche | Tags: Giuseppe Garibaldi

Siegfried Wache

Wer Vorbild ist,
kann sich auch selbst im Spiegel anschauen.

(aus einem Manuskript)
~ © Siegfried Wache ~

deutscher technischer Zeichner, Luftfahrzeugtechniker und Aphoristiker; * 1951

Zitante 09.08.2017, 10.00| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Zitate/Aphorismen/Tagessprüche | Tags: Siegfried Wache

Marie Thérèse Geoffrin, Spruch des Tages zum 09.08.2017

Auf den Wegen der Freundschaft
soll man kein Gras wachsen lassen.

(zugeschrieben)
~ Marie Thérèse Geoffrin ~, geborene Rodet
französische Autorin und Salonnière der Aufklärung; 1699-1777


(Klick hier, um den Spruch des Tages als Spruchkarte zu verschicken)

Bildquelle: Jill Wellington/pixabay.com (Link führt zum Originalbild)/ CC0 1.0 Universell

Zitante 09.08.2017, 00.05| (4/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Zitate/Aphorismen/Tagessprüche | Tags: Marie Thérèse Geoffrin, Tagesspruch, 20170809,

d14 - documenta in Kassel (Teil 2)

Bevor ich richtig loslege, möchte ich noch ein paar allgemeine Informationen zur documenta loswerden.

Als 1948 die Bewerbung Kassels als Bundeshauptstadt abgelehnt wurde, entschied sich das Bundessozialgericht, als "Trostpreis" die Bundesgartenschau 1955 nach Kassel zu vergeben. Es ergab sich die Gelegenheit, im Rahmen dieser Bundesgartenschau die 1. documenta zu organisieren; erdacht wurde dies vom Kasseler Kunstprofessor »Arnold Bode«.

Als der damalige Direktor des "Museum of Modern Art – MOMA", New York, am Kasseler Bahnhof ausstieg, kamen ihm erhebliche Zweifel, ob Kassel wirklich der richtige Ort für "the documenta" wäre. Die Stadt lag teilweise noch in Schutt und Asche...

Ein Teil der Ausstellung fand damals in den Ruinen des ausgebrannten »Fridericianum« statt. Die Kunstwerke wurden vor nackten Wänden präsentiert, knisternde Plastikvorhänge hingen an den Fenstern, die Beleuchtung erfolgte mittels im Boden angebrachter Scheinwerfer...

Das Ziel war es, die Bewohner des Dritten Reiches auf das Motto "Kunst für alle, um die geistige Freiheit zu fördern" einzustimmen. Nach dem für viele noch in Erinnerung gebliebenen staatlich verordneten Kunstverständnis keine leichte Aufgabe.

Für Weitere Informationen der darauf folgenden Ausstellungen möchte ich auf diese Homepage verweisen: »Geschichte der documenta«

Die documenta dauert übrigens immer genau 100 Tage.

Auch die Kirchen beteiligen sich in jedem Ausstellungsjahr mit einem eigenen Ausstellungsprogramm – nicht immer zur Freude der Original-Veranstalter. Dieses Kunstwerk hatte vor fünf Jahren für einigen Ärger gesorgt; der Streit wurde jedoch zugunsten der Kirche entschieden und das Werk darf weiterhin gezeigt werden:



»zum Teil 1 des Berichts«

Zitante 08.08.2017, 20.00| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Freizeit | Tags: d14, documenta, Kassel, d14-02,

Pavel Kosorin

Wir leben in einer Zeit
des Überflusses an Informationen
und des Mangels an Geist.

(aus einem Manuskript)
~ © Pavel Kosorin ~

tschechischer Aphoristiker; * 1964

Zitante 08.08.2017, 18.00| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Zitate/Aphorismen/Tagessprüche | Tags: Pavel Kosorin

Edward Young

Wir bemerken die Zeit
nur aus ihrem Verluste.

(zugeschrieben)
~ Edward Young ~

englischer Dichter, 1683-1765

Zitante 08.08.2017, 16.00| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Zitate/Aphorismen/Tagessprüche | Tags: Edward Young

Martin Gerhard Reisenberg

Mit Leichtsinn versehen
schwebt man niemals lange oben.

(aus einem Manuskript)
~ © Martin Gerhard Reisenberg ~

deutscher Dipl.-Bibliothekar in Leipzig und Autor; 1949–2023

Zitante 08.08.2017, 14.00| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Zitate/Aphorismen/Tagessprüche | Tags: Martin Gerhard Reisenberg

Melli Beese

Nur ein Schlüsselbeinbruch –
nächst dem Ehebruch der leichteste.

(zugeschrieben)
~ Amelie Hedwig Boutard-Beese ~, bekannt als Melli Beese
deutsche Pilotin; erste Frau mit einem Privatpilotenschein; 1886-1925

Zitante 08.08.2017, 12.00| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Zitate/Aphorismen/Tagessprüche | Tags: Melli Beese

Karsten Mekelburg

Zeitung:
Etwas womit man Mücken und Politiker
für immer erledigen kann.

(aus dem Manuskript »Teufelsspitzen«)
~ © Karsten Mekelburg ~

deutscher Satiriker; * 1962

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Nathaniel Hawthorne, Spruch des Tages zum 08.08.2017

Eine unwissende Menge,
die mit eigenen Augen zu sehen versucht,
wird sich leicht täuschen.

(aus: »Der scharlachrote Buchstabe (The Scarlet Letter)«)
~ Nathaniel Hawthorne ~

amerikanischer Schriftsteller der Romantik; 1804-1864




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Zitante 08.08.2017, 00.05| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Zitate/Aphorismen/Tagessprüche | Tags: Nathaniel Hawthorne, Tagesspruch, 20170808,

d14 - documenta in Kassel (Teil 1)

Liebe BesucherInnen der Zitantenseite,

am Wochenende 4. bis 6. August haben mir meine "Kinder" (d.h. meine Tochter und ihr Mann) die Gelegenheit geboten, mit ihnen gemeinsam die 14. documenta in Kassel zu besuchen. Ich war/bin dermaßen begeistert von dieser Veranstaltung, daß ich gerne einige Augenblicke, Kunstwerke, Impressionen, Installationen usw. mit euch teilen möchte.

Natürlich habe ich nicht alles gesehen, lediglich die Besichtigung einer kleinen Auswahl an Veranstaltungsorten und Werken war mir möglich – aber schon diese waren dermaßen beeindruckend, daß ich jedem, der die Möglichkeit hat, empfehlen möchte, sie sich anzusehen – und sei es nur virtuell...

»Die documenta 14 ist eine Übung der Zerbrechlichkeit...« – So beginnt der Text »Jenseits der künstlerischen Freiheit« auf der »offiziellen documenta-Seite«. Viele Kritiker bemängeln, daß der Besucher zwangsweise eine Kunsterziehung erhält. Und daß alles mit einem »erhobenem Zeigefinger« versehen ist. Und ja... Alles, was ich sah und über dessen Hintergedanke dazu ich aufgeklärt wurde, stellte eine Mahnung dar. Es hat mich nicht nur beeindruckt, sonder auch bedrückt. Einer Video-Sequenz konnte ich nur ca. 30 Sekunden folgen, bin danach in Tränen ausgebrochen und habe mich in den Armen meiner Tochter und des Liebsten ausgeweint...

Wenn ihr also mögt, könnt ihr meinen Bildern, Erklärungen und Gedanken in den nächsten Tagen folgen und natürlich auch gerne kommentieren. Die Beiträge werden in lockerer Folge, immer abends um 20h00 erscheinen.

Ich beginne jedoch mit einem Bild einer früheren documenta, und zwar der documenta IX in 1992. Ihr habt ein Bild davon bereits am Samstag im Tagesspruch gesehen: Es ist der »Himmelsstürmer«, eigentlich »Man walking to the sky«. Ich hatte das Foto zu meinem »Geburtstagsspruch an den Liebsten« ausgewählt, weil die Einladung zur documenta eigentlich ein Geburtstagsgeschenk der Kinder an ihn war:



Einige Informationen dazu gibt dieser Wikipedia-Eintrag.

Zitante 07.08.2017, 20.00| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Freizeit | Tags: d14, documenta, Kassel, d14-01,

Clara Schumann

Musik drückt aus,
worüber besser geschwiegen worden wäre.

(zugeschrieben)
~ Clara (Josephine) Schumann ~, geb. Wieck

deutsche Pianistin und Komponistin, ab 1840 die Ehefrau Robert Schumanns; 1819-1896

Zitante 07.08.2017, 18.00| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Zitate/Aphorismen/Tagessprüche | Tags: Clara Schumann

Sulamith Sparre

Wahre Nähe zeigt sich in der Distanz.
»Ich gehe nicht in dir auf. Ich bleibe ich selbst.«

(aus: »Neue deutsche Aphorismen« – eine Anthologie)
~ © Sulamith Sparre ~

deutsche Dichterin und Journalistin; * 1959

Zitante 07.08.2017, 16.00| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Zitate/Aphorismen/Tagessprüche | Tags: Sulamith Sparre

Daniel Spitzer

Ich bin sehr höflich gegenüber Dummköpfen:
ich lebe ja von ihnen.

(zugeschrieben)
~ Daniel Spitzer ~

österreichischer Jurist, später Journalist und Autor; 1835-1893

Zitante 07.08.2017, 14.00| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Zitate/Aphorismen/Tagessprüche | Tags: Daniel Spitzer

Rudolf Kamp

Wer sie um jeden Preis einfordert,
macht aus der Tugend eine Not.

(aus: »Schnappsprüche« – Aphorismen & Sprachspiele mit Cartoons)
~ © Rudolf Kamp ~

deutscher Philosoph, Andragoge und Aphoristiker; * 1946

Zitante 07.08.2017, 12.00| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Zitate/Aphorismen/Tagessprüche | Tags: Rudolf Kamp

Constantin Frantz

Alles, was in der Geschichte durch Freiheit geschaffen wird,
hinterläßt seine mit Notwendigkeit wirkenden Folgen,
wodurch jede Generation an die Taten ihrer Voreltern gebunden ist.
So schleppt das alte Europa eine tausendjährige Geschichte hinter sich,
und es hilft nichts, wenn man die Schleppe gewaltsam abzuschneiden sucht –
sie wirkt dennoch fort.

(zugeschrieben)
~ Constantin Frantz ~

deutscher Philosoph, Publizist, Mathematiker und Politiker; 1817-1891

Zitante 07.08.2017, 10.00| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Zitate/Aphorismen/Tagessprüche | Tags: Constantin Frantz

Gerd W. Heyse, Spruch des Tages zum 07.08.2017

Es ist eine große Kunst,
auch mit dem weinenden Auge zu lächeln.

(aus: »Der Hund des Nachbarn bellt immer viel lauter« – Aphorismen)
~ © Gerd W. Heyse ~, auch: Ernst Heiter

deutscher Schriftsteller und Aphoristiker, *1930




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Zitante 07.08.2017, 00.05| (2/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Zitate/Aphorismen/Tagessprüche | Tags: Gerd W. Heyse; Tagesspruch, 20170807,

Käthe Kollwitz

Ich kann mir doch kaum denken,
daß eine andere Kunst außer der Musik so ins Innere dringt.

(zugeschrieben)
~ Käthe Kollwitz ~

deutsche Grafikerin, Malerin und Bildhauerin, zählt zu den bekanntesten deutschen Künstlerinnen des 20. Jahrhunderts; 1867-1945

Zitante 31.08.2016, 02.00| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Zitate/Aphorismen/Tagessprüche | Tags: Käthe Kollwitz

Julius Wolff

Aber – wie nun die Jugend ist, in allen Hindernissen und Kümmernissen glaubt sie:
so schlimm wird es ja nicht werden!
Verschließt ihre wonnigen Träume ins tiefste Herzenskämmerlein
und hegt und pflegt sie dort allem Unwetter draußen zum Trotz.

(zugeschrieben)
~ Julius Wolff ~

deutscher Dichter und Schriftsteller; 1834-1910

Zitante 03.07.2016, 22.00| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Zitate/Aphorismen/Tagessprüche | Tags: Julius Wolff

Karl Ferdinand Fabricius

Der Mensch muß sich bescheiden lassen,
er muß von den Geheimnissen der Gottheit und Ewigkeit nicht mehr wissen wollen,
als ihm sein gegenwärtiger Zustand erlaubt, sonst hascht er eine leere Wolke.

(zugeschrieben)
~ Karl (auch: Carl) Ferdinand Fabricius ~
deutscher Rechtswissenschaftler und Heimatforscher; 1798-1842

Zitante 03.07.2016, 20.00| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Zitate/Aphorismen/Tagessprüche | Tags: Karl Ferdinand Fabricius

Johann Ludwig Ewald

Es gibt nichts Reineres, Unverdorbeneres, kein Wesen,
das noch so warm ist vom Gepräge des Schöpfers als die Seele eines Kindes.
Siehe das Blatt, die Blume, wenn sie sich eben öffnet –
alle Farben sind noch so frisch und lebendig;
die Oberfläche ist noch so wollig und fein, noch so zart das ganze Wesen!
Und so ist Leib und Seele des Kindes.

(zugeschrieben)
~ Johann Ludwig Ewald ~

deutscher reformierter Theologe, Pädagoge und Schriftsteller; 1748-1822

Zitante 03.07.2016, 18.00| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Zitate/Aphorismen/Tagessprüche | Tags: Johann Ludwig Ewald

Erich Limpach

Alles Gültige
erwächst aus der Hingabe.

(aus: »Erich Limpach für jeden Tag« – Sinngedichte und Spruchweisheiten)
~ Erich Limpach ~ (© by Friedrich Witte)

deutscher Dichter, Schriftsteller und Aphoristiker; 1899-1965

Zitante 03.07.2016, 16.00| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Zitate/Aphorismen/Tagessprüche | Tags: Erich Limpach

Guillaume Henri Dufour

Das Schlimmste bei einer verlorenen Schlacht ist die Entmutigung der Truppen;
man muss daher alles aufbieten,
um solche verderbliche Eindrücke zu schwächen.

(zugeschrieben)
~ Guillaume Henri Dufour ~

Schweizer Humanist, General, Politiker, Kartograf und Ingenieur; 1787-1875

Zitante 03.07.2016, 06.00| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Zitate/Aphorismen/Tagessprüche | Tags: Guillaume Henri Dufour

Wolfgang Mocker

Ab und zu würde auch ich mich
ganz gern einmal von der Wirklichkeit entfernen.
Wenn ich bloß wüßte, wohin.

(aus: »Gedankengänge nach Canossa« – Euphorismen und andere Anderthalbwahrheiten)
~ © Wolfgang Mocker ~

deutscher Journalist und Autor; 1954-2009

Zitante 03.07.2016, 04.00| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Zitate/Aphorismen/Tagessprüche | Tags: Wolfgang Mocker

Erhard Schümmelfeder

"Bei der Arbeit"

Das Gewissen funktioniert verlässlicher, wenn es weiß,
daß es zur Rechenschaft gezogen wird.

(aus: »Denkzettel eines Zweiflers« – Unzensierte Gedanken [1991])
~ © Erhard Schümmelfeder ~

deutscher Erzieher und Schriftsteller; * 1954

Zitante 03.07.2016, 02.00| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Zitate/Aphorismen/Tagessprüche | Tags: Erhard Schümmelfeder

Samuli Paronen

Ist der Preis der gleiche,
wählen die Leute das bessere Produkt,
außer bei einem Geisteserzeugnis.

(aus der Anthologie: »Worte sind Taten«)
~ © Samuli Paronen ~

finnischer Literat, Arbeiter und Maler; 1917-1974

Zitante 02.07.2016, 22.00| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Zitate/Aphorismen/Tagessprüche | Tags: Samuli Paronen

Georg Trakl

Heute ist diese Vision der Wirklichkeit wieder in Nichts versunken,
ferne sind mir die Dinge, ferner noch ihre Stimmen,
und ich lausche, ganz beseeltes Ohr, wieder auf die Melodien, die in mir sind,
und mein beschwingtes Auge träumt wieder seine Bilder,
die schöner sind als alle Wirklichkeit!

(aus seinen Werken)
~ Georg Trakl ~
österreichischer Dichter des Expressionismus mit starken Einflüssen des Symbolismus; 1887-1914

Zitante 02.07.2016, 20.00| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Zitate/Aphorismen/Tagessprüche | Tags: Georg Trakl

Hermann Dechent

An einen jugendlichen »Übermenschen«

Du nennst dich einen »Übermenschen« stolz,
Weil dich das Wort ein großer Meister lehrte.
Ob nicht der Mann, auf dessen Wort du schwörst,
Für übermenschlich albern dich erklärte?

(aus: »Was mich das Leben gelehrt«)
~ (Georg Jacob Friedrich Paulus) Hermann Dechent ~

deutscher lutherischer Theologe und Pfarrer; 1850-1935

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Felix Renner

Bei ursprünglich intelligenten Fundamentalisten
wird der Intelligenzbonus durch
den Malus des Fanatismus aufgehoben.

(aus: »Erfolgsgesellschaft im Stresstest« – Aphorismen)
~ © Felix Renner ~

Schweizer Jurist, Journalist und Aphoristiker; * 1935

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Georg Skrypzak

Atheisten
glauben auch an sich selbst.

(aus der Manuskriptsammlung: »Diesseits und Jenseits von Kalau«)
~ © Georg Skrypzak ~

deutscher Aphoristiker, Restaurator, Maler, Zeichner und Satiriker; * 1946

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Friedrich Löchner

Alles Große war klein im Keim,
ausgewachsen kehrt's wieder heim.

(aus dem Jahresplaner 2003)
~ © Friedrich Löchner ~

auch: Erich Ellinger;
deutscher Pädagoge, Dichter und Autor; 1915-2013

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Franz Kafka

Alles ist Übertreibung, nur die Sehnsucht ist wahr, die kann man nicht übertreiben.
Aber selbst die Wahrheit der Sehnsucht ist nicht so sehr ihre Wahrheit
als vielmehr der Ausdruck der Lüge alles übrigen sonst.

(aus: »Briefe an Milena«)
~ Franz Kafka ~, jüdischer Name: Anschel
in Prag geborener, deutschsprachiger Schriftsteller, seine Werke werden zum Kanon der Weltliteratur gezählt; 1883-1924

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Oskar Stock

Alles Schlechte hat auch sein Gutes,
drum had're nie, sei frohen Mutes.

(Aus: »Gedichte, die von Herzen kommen«)
~ © Oskar Stock ~

deutscher Schriftsteller und Aphoristiker; * 1946

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Friedrich Gottlieb Klopstock

Aber mit wem soll ich reden? Mit Freunden?
Mit diesen redte ich freilich am liebsten.
Ich dürfte ihnen nur ein halbes Wort sagen, so verstünden sie mich;
und ich bin gewiß, daß ich ihnen ein Vergnügen machen würde.

(aus seinen Werken)
~ Friedrich Gottlieb Klopstock ~

deutscher Dichter, gilt als wichtiger Vertreter der Empfindsamkeit; 1724-1803

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Michael Marie Jung

Alle, die dir zunicken,
müssen dich noch lange nicht verstanden haben.

(aus: »Gedichte und Aphorismen zur Kommunikationsfreude«. Lyrik und Spruchweisheit zur Menschenführung und Persönlichkeitsentwicklung [2003])
~ © Michael Marie Jung ~

Aphoristiker und Persönlichkeitsbetreuer; * 1940

Zitante 30.06.2016, 22.00| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Zitate/Aphorismen/Tagessprüche | Tags: Michael Marie Jung

Hermann Rosenkranz

Als das Schweigen betreten wurde,
verstummte es.

(aus: »Der Sarkast und der Regenbogen« – Nachtrag aus Lakonia [2012])
~ © Hermann Rosenkranz ~

deutscher Jurist und Aphoristiker; 1932-2020

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Erhard Blanck

Alle glücklichen Stunden, die du erlebst,
zahlst du mit unglücklichen Wochen und Monaten zurück.

(aus einem Manuskript)
~ © Erhard Blanck ~

deutscher Heilpraktiker, Schriftsteller und Maler; * 1942

Zitante 30.06.2016, 06.00| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Zitate/Aphorismen/Tagessprüche | Tags: Erhard Blanck

Walter Hasenclever

Geld ist Verantwortung.

(zugeschrieben)
~ Walter (Georg Alexander) Hasenclever ~

expressionistischer deutscher Schriftsteller jüdischer Abstammung; 1890-1940

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Andreas Rahmatian

Die Jurisprudenz ist eine Kunst
mit vielen Handwerkern und wenigen Künstlern.

(aus einem Manuskript)
~ © Andreas Rahmatian ~

österreichisch-schottischer Aphoristiker; * 1967

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Sophie Alberti

Bei einem braven Menschen darf kein Gefühl
stärker und mächtiger sein, als das Gefühl der Pflicht;
seine volle, reine Stimmer übertönt jeden anderen,
noch so lockenden Ruf, wenn man nur auf sie hören will.

(aus: »Über alles die Pflicht«)
~ Sophie Alberti ~, geb. Mödinger; Pseudonym: Sophie Verena
deutsche Schriftstellerin und Übersetzerin; 1826-1892

Zitante 29.06.2016, 22.00| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Zitate/Aphorismen/Tagessprüche | Tags: Sophie Alberti

Wilhelm Schwöbel

Adel steht für Fortschritt im Menschsein,
der nicht gedacht, sondern gelebt wird.

(aus: »Ansichten und Einsichten« – Aphorismen)
~ © Wilhelm Schwöbel ~

deutscher Zoologe und Aphoristiker; 1920-2008

Zitante 29.06.2016, 20.00| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Zitate/Aphorismen/Tagessprüche | Tags: Wilhelm Schwöbel

Alfred Grünewald

Phrasen sind
ausgeronnene Begriffe.

(zugeschrieben)
~ Alfred Grünewald ~

österreichischer Schriftsteller; 1884-1942

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Thomas Häntsch

Am Hochzeitstag wirft die Braut den Strauß,
und ein paar Jahre später oft das Handtuch.

(aus: »Geistesblitze«)
~ © Thomas Häntsch ~

deutscher Fotograf und Autor; * 1958

Zitante 29.06.2016, 04.00| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Zitate/Aphorismen/Tagessprüche | Tags: Thomas Häntsch

Ion Dragoumis

Eine andere Unsterblichkeit der Seele gibt es nicht,
außer der der Kinder, ob real, von Fleisch und Knochen,
oder geistig, durch Ideen.

(zugeschrieben)
~ Ion Dragoumis ~
griechischer Diplomat, Schriftsteller und Politiker; 1878-1920

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Christine Adamek

Anderen nach dem Mund zu reden
ist schwerer als den Mund zu halten

(aus einem Manuskript)
~ © Christine Adamek ~

deutsche Autorin; * 1966

Zitante 28.06.2016, 22.00| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Zitate/Aphorismen/Tagessprüche | Tags: Christine Adamek

Wilhelm Ludwig Wekhrlin

Das Alter macht mürrisch, tadelsüchtig und oft
hartherzig und ungerecht gegen andere.

(zugeschrieben)
~ Wilhelm Ludwig Wekhrlin ~, eigentlich Weckherlin
deutscher Journalist und Schriftsteller in der Zeit der Aufklärung; 1739-1792

Zitante 28.06.2016, 20.00| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Zitate/Aphorismen/Tagessprüche | Tags: Wilhelm Ludwig Wekhrlin

Gerd de Ley

Alles Mitleid ist Selbstmitleid.

{Alle medelijden is zelfmedelijden.}

(aus: »Houten Dief«)
~ © Gerd de Ley ~

belgisch-flämischer Schauspieler, Aphoristiker und Verleger; * 1944

Zitante 28.06.2016, 06.00| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Zitate/Aphorismen/Tagessprüche | Tags: Gerd de Ley

Louis-François Duplessis de Mornay

Wer die Vorsehung bekrittelt ist wie ein Soldat,
der auf einem ungeheuren Schlachtfelde von seinem kleinen Winkel aus
die Maßnahmen des Generalstabschef kritisiert.

(zugeschrieben)
~ Louis-François Duplessis de Mornay ~
französischer Kapuziner und dritter Bischof von Québec in Neufrankreich; 1663-1741

Zitante 28.06.2016, 04.00| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Zitate/Aphorismen/Tagessprüche | Tags: Louis-François Duplessis de Mornay

Vytautas Karalius

Am leichtesten ist die Null zu krönen:
Sie hat die nötige Form.

(aus: »Flügel im Futteral« – Aphorismen)
~ © Vytautas Karalius ~

litauischer Schriftsteller, Aphoristiker und Übersetzer; 1931-2019

Zitante 28.06.2016, 02.00| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Zitate/Aphorismen/Tagessprüche | Tags: Vytautas Karalius

Ludwig Ganghofer

Man soll die Menschen so erziehen, daß sie
das Ungehörige und Schädliche von selber unterlassen.
Mit dem Verbieten ist gar nichts geholfen.
Im Gegenteil. Unser lieber Herrgott selber
hat mit dem Verbieten keine guten Erfahrungen gemacht.
Ich bin überzeugt: wär' dem ersten Menschenpaar
der Apfel der Erkenntnis nicht verboten gewesen, sie hätten ihn hängen lassen.

(zugeschrieben)
~ Ludwig (Albert) Ganghofer ~

deutscher Schriftsteller, bekannt durch seine Heimatromane; 1855-1920

Zitante 27.06.2016, 22.00| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Zitate/Aphorismen/Tagessprüche | Tags: Ludwig Ganghofer

Théodore Simon Jouffroy

Das Genie ist die höchste Verkörperung der Vernunft
in einem Punkt und zu einem bestimmten Augenblick.

(aus: »Das grüne Heft (Le cahier vert)«)
~ Théodore Simon Jouffroy ~

französischer Publizist und Philosoph; 1796-1842

Zitante 27.06.2016, 20.00| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Zitate/Aphorismen/Tagessprüche | Tags: Théodore Simon Jouffroy

Gabriele Ende

Charakter ist nicht zwangsläufig
die Folge von Bildung und Intelligenz.

(aus einem Manuskript)
~ © Gabriele Ende ~

deutsche Lyrikerin und Autorin; * 1950

Zitante 27.06.2016, 06.00| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Zitate/Aphorismen/Tagessprüche | Tags: Gabriele Ende

Moritz Lazarus

Das Ehrgefühl erweist sich bei näherer Betrachtung als ein Erfolg,
ja als bloßer Theil oder besondere Erscheinungsweise des Selbstgefühls
und, in dessen weiterer Entfaltung, des Selbstbewußtseins.

(Das Leben der Seele in Monographien über seine Erscheinungen und Gesetze)
~ Moritz Lazarus ~, eigentlich: Moses Lazarus
deutscher Psychologe, Mitbegründer der Völkerpsychologie auf Herbartscher Grundlage; 1824-1903

Zitante 27.06.2016, 04.00| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Zitate/Aphorismen/Tagessprüche | Tags: Moritz Lazarus

Alexander Saheb

An den Grenzen unseres Denkens beginnen die Bereiche jenseits unserer Vorstellung.
Insofern ist es ein grundlegendes Problem des menschlichen Denkens,
dass es nicht in seine Vorstellungen einbezieht, was es sich nicht vorstellen kann.
Damit kommt ein unsichtbares x in alle unsere Denkvorgänge.

(aus: »Der Gedankenzoo« - Aphorismen und andere Anekdoten [2015])
~ © Alexander Saheb ~

deutscher Aphoristiker; * 1968

Zitante 27.06.2016, 02.00| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Zitate/Aphorismen/Tagessprüche | Tags: Alexander Saheb

Walter Flex

Ach, wie der Mensch aus Erde gemacht ist und wieder zur Erde wird,
so ist alle Schönheit aus Sehnsucht gemacht
und wird wieder zu Sehnsucht.
Wir jagen ihr nach, bis sie zur Sehnsucht wird.

(aus: »Der Wanderer zwischen beiden Welten«)
~ Walter Flex ~

deutscher Schriftsteller und Lyriker; 1887-1917

Zitante 26.06.2016, 22.00| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Zitate/Aphorismen/Tagessprüche | Tags: Walter Flex

Sigrun Hopfensperger

Außergewöhnliches tun heißt, sich von der Mittelmäßigkeit abzuheben
und den Mut zu entwickeln, in neue, unbekannte Dimensionen aufzubrechen.

(aus dem Manuskript »Mitten aus dem Herzen«)
~ © Sigrun Hopfensperger ~

deutsche Aphoristikerin, Universalistin und Idealistin; * 1967

Zitante 26.06.2016, 20.00| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Zitate/Aphorismen/Tagessprüche | Tags: Sigrun Hopfensperger

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~ François Rabelais ~
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