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Susette Gontard, Spruch des Tages zum 29.10.2024

Könnte man nicht auch sagen,
die geheime Verkettung der Dinge bilde für uns etwas,
das wir Zufall nennen, was doch aber notwendig ist?

(aus einem Brief an Friedrich Hölderlin, 12. März 1799)
~ Susette Gontard ~, geb. Borkenstein
die große Liebe des Dichters Friedrich Hölderlin, der sie als „Diotima“ in seinen Gedichten und in seinem Roman Hyperion verewigte; 1769-1802

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Zitante 29.10.2024, 00.10 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Zitate/Aphorismen/Tagessprüche | Tags: Susette Gontard, Tagesspruch, 20241029,

François de La Rochefoucauld

Der Geist der meisten Frauen
stärkt eher ihren Leichtsinn als ihre Vernunft.

{L'esprit de la plupart des femmes
sert plus à fortifier leur folie que leur raison.}

(aus: »Reflexionen und moralische Sentenzen« [Maximes et réflexions morales])
~ François de La Rochefoucauld ~

französischer Adeliger, politisch aktiver Militär und Schriftsteller;
mit seinen aphoristischen Texten gilt er als Vertreter der französischen Moralisten; 1613-1680

Zitante 28.10.2024, 18.00 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Zitate/Aphorismen/Tagessprüche | Tags: François de La Rochefoucauld

Wilhelm Schwöbel

Als Denken bezeichnet man die Tätigkeit eines Gehirns,
dem nachdrücklich gesagt wurde, es solle arbeiten
und nicht nur spielen.

(aus: »Ansichten und Einsichten« – Aphorismen)
~ © Wilhelm Schwöbel ~

deutscher Zoologe und Aphoristiker; 1920-2008

Zitante 28.10.2024, 15.00 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Zitate/Aphorismen/Tagessprüche | Tags: Wilhelm Schwöbel

Alban Stolz

Es gibt viele Uebel, die heranzeitigen müssen,
wenn ihnen abgeholfen werden soll;
kommt die Abhilfe früher, so siecht das Ganze fort
und kommt nicht zur völligen Gesundheit; die Krisis ist, gestört. –
Das gilt von moralischen, kirchlichen und politischen Zuständen.

(aus seinen Werken, zitiert in: »Geistige Waffen« – ein Aphorismen-Lexikon [Schaible, 1901])
~ Alban Stolz ~
deutscher katholischer Theologe, Volksschriftsteller und Erziehungswissenschaftler; 1808-1883

Zitante 28.10.2024, 12.00 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Zitate/Aphorismen/Tagessprüche | Tags: Alban Stolz

Manfred Hinrich, Spruch des Tages zum 28.10.2024

Manche schütten ihr Herz nicht aus,
damit niemand sieht, was drin ist

(aus dem Manuskript »Scherben 2013«)
~ Manfred Hinrich ~ (© by Zitante)

deutscher Philosoph, Lehrer, Journalist, Kinderliederautor,
Aphoristiker und Schriftsteller; 1926-2015

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Jean Antoine Petit-Senn

In der Hand des Armen
trägt das ausgeliehene Geld die höchsten Zinsen.

{C'est dans la main du pauvre
que l'argent placé rapporte le plus.}

(aus: »Geistesfunken und Gedankensplitter« [Bluettes & Boutades, 1856])
~ Jean Antoine Petit-Senn ~

auch John Petit-Senn genannt,
schweizerisch-französischer Dichter, Lyriker und Satiriker; 1792-1870

Zitante 27.10.2024, 18.00 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Zitate/Aphorismen/Tagessprüche | Tags: Jean Antoine Petit-Senn

Horst A. Bruder

Die Anzahl der Glaubensrichtungen
ist mit der Anzahl der Gläubigen identisch

(aus: »TriebFeder« - Aphorismen [1996])
~ © Horst A. Bruder ~

deutscher Aphoristiker; * 1949

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Aus der Bibel, Spruch des Tages zum 27.10.2024

Die Gefühle und Gedanken eines Dummen
sind wie ein Wagenrad auf seiner Achse:
Sie drehen sich immerfort im Kreis.

~ Aus der Gute Nachricht Bibel [2018] ~
(Altes Testament, Geschichtliche Bücher,
Das Buch Jesus Sirach (Ecclesiasticus) Kapitel 33, Vers 5)

Bildquelle: mibro/pixabay.com (Link führt zum Originalbild) / Lizenz: Pixabay

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Hans-Horst Skupy

Wie militant darf
der Kampf für den Frieden sein?

(aus: »Aphorismen – abgeleitete Geistesblitze« [1977])
~ © Hans-Horst Skupy ~

deutscher Publizist und Aphoristiker; * 1942

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Marie de Rabutin-Chantal, Marquise de Sévigné

Um zu beurteilen, wie sehr wir nerven, wenn wir über uns selbst sprechen,
muß man sich überlegen, wie sehr andere uns nerven,
wenn sie über sich selbst sprechen.

{Pour juger combien nous importunons en parlant de nous,
il faut songer combien les autres nous importunent
quand ils parlent d'eux.}

(aus ihren Briefen [Lettres])
~ Marie de Rabutin-Chantal, Marquise de Sévigné ~
Angehörige des französischen Hochadels, als Autorin bekannt durch ihre Briefe; 1626-1696

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Emil Baschnonga

Man schätzt kleine Dinge
in der Hoffnung, dass sie gross werden.

(aus einem Manuskript)
~ © Emil Baschnonga ~
Schweizer Schriftsteller und Aphoristiker, * 1941

Schweizer Schriftsteller und Aphoristiker; * 1941

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Otto Weddigen, Spruch des Tages zum 26.10.2024

Höher als die Pflicht des blinden Gehorsams
steht die innere Überzeugungstreue.

(aus seinen Werken, zitiert in: »Geistige Waffen« – ein Aphorismen-Lexikon [Schaible, 1901])
~ (Friedrich Heinrich) Otto Weddigen ~
deutscher Literaturwissenschaftler und Schriftsteller; 1851-1940

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Christian Morgenstern

Das von selbst Verständliche
wird gemeinhin am gründlichsten vergessen
und am seltensten getan.

(aus: »Stufen. Eine Entwicklung in Aphorismen und Tagebuch-Notizen [1918]«)
~ Christian (Otto Josef Wolfgang) Morgenstern ~

deutscher Dichter, Schriftsteller und Übersetzer; 1871-1914

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Jeannine Luczak-Wild

Religion:
sich zu Gott erheben,
aber nicht über andere.

(aus: »Schweigegeld als Landeswährung« - Aphorismen [1984])
~ © Jeannine Luczak-Wild ~

Konferenzdolmetscherin, Literaturwissenschaftlerin und Übersetzerin; * 1938

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(Paul Ferdinand) Friedrich Buchholz

Eine Gesellschaft, in welcher alle Mitglieder
ein und dasselbe Geschäft verrichteten,
würde aufhören, eine Gesellschaft zu sein.

(aus: »Hermes oder über die Natur der Gesellschaft – mit Blicken in die Zukunft«)
~ (Paul Ferdinand) Friedrich Buchholz ~
deutscher Schriftsteller, Vertreter von bürgerliche, frühliberale und saint-simonistische Positionen; 1768-1843

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Paul Mommertz, Spruch des Tages zum 25.10.2024

Ich bin sauer! sagt der Wald.
Ich bin total vergiftet! sagt der Acker.
Ich kippe gleich um! sagt der See.
Panikmache, sagt der Mensch.

(aus dem Manuskript »Sichtwechsel« [2005])
~ © Paul Mommertz ~

deutscher Schriftsteller und Drehbuchautor; 1930-2024

Bildquelle: Darkmoon_Art/pixabay.com (Link führt zum Originalbild) / Lizenz: Pixabay

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Gregor Brand

Wer ein Volk zu sehr umbiegt,
hat es am Ende da, wo er angefangen hat.

(aus: »Meschalim« - Zweitausend Aphorismen [2007])
~ © Gregor Brand ~

deutscher Schriftsteller, Philosoph und Privatgelehrter; * 1957

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Maxim Gorki

Die Arbeit ist immer
mehr wert als der Preis, den man für sie zahlt.
Das Geld verschwindet, die Arbeit aber bleibt.

(aus: »Italienische Märchen«)
~ Maxim Gorki ~, eigentlich: Alexei Maximowitsch Peschkow
russischer Schriftsteller und politischer Aktivist; 1868-1936

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Gerd W. Heyse

Verliere nie deine Nerven –
auch der ehrlichste Finder
könnte sie dir nicht zurückgeben!

(aus: »Der Hund des Nachbarn bellt immer viel lauter« - Aphorismen [1980])
~ © Gerd W. Heyse ~, auch: Ernst Heiter

deutscher Schriftsteller und Aphoristiker, *1930

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Lew Nikolajewitsch Tolstoi, Spruch des Tages zum 24.10.2024

Allein im Bereich des Bewußtseins ist der Mensch frei,
Bewußtsein wiederum ist nur
im jeweils gegenwärtigen Augenblick möglich.

(aus seinen Tagebüchern [1907])
~ Lew Nikolajewitsch Tolstoi ~

russischer Schriftsteller,
seine Hauptwerke "Krieg und Frieden" und "Anna Karenina" sind Klassiker des realistischen Romans; 1828-1910

Zitante 24.10.2024, 00.10 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Zitate/Aphorismen/Tagessprüche | Tags: Lew Nikolajewitsch Tolstoi, Tagesspruch, 20241024,

Johann Ernst Wagner

Jede Gefahr
erkennt einen königlichen Gebieter an:
er heißt – Muth.

(zitiert in: »Geist aus den sämmtlichen Werken«)
~ Johann Ernst Wagner ~, oft nur Ernst Wagner genannt
deutscher Schriftsteller, Erzähler, Dramatiker und Kabinettssekretär am Hof von Sachsen-Meiningen, kannte Goethe, Wieland und Jean Paul persönlich; 1769-1812

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Jacques Wirion

Über Gott läßt sich nichts sagen,
dafür aber manches über diejenigen,
die ihn dauernd im Munde führen.

(aus: »Saetzlinge« - Aphorismen [1993])
~ © Jacques Wirion ~

luxemburgischer Gymnasiallehrer und Aphoristiker; * 1944

Zitante 23.10.2024, 15.00 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Zitate/Aphorismen/Tagessprüche | Tags: Jacques Wirion

Otto Weiß

Schade, daß die Stammbücher außer Mode kommen;
denn nirgends in der Welt findet man
so viel ideale Gesinnungen und Gefühle als dort.

(aus: »So seid ihr!« - Aphorismen, Band 1 [1906])
~ Otto Weiß ~

in Budapest geborener Musiker;
wirkte auch als Dramatiker, Feuilletonist und Aphoristiker; 1849-1915

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Nikolaus Cybinski, Spruch des Tages zum 23.10.2024

Flüsse, Bahnen, Straßen: Alles begradigt.
Nur unsere Wege blieben krumm.

(aus: »Werden wir je so klug sein, den Schaden zu beheben, durch den wir es wurden? Aphorismen« [1979])
~ © Nikolaus Cybinski ~

deutscher Lehrer und Aphoristiker; 1936–2023

Bildquelle: luctheo/pixabay.com (Link führt zum Originalbild) / Lizenz: Pixabay

Zitante 23.10.2024, 00.10 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Zitate/Aphorismen/Tagessprüche | Tags: Nikolaus Cybinski, Tagesspruch, 20241023,

Michael Rumpf

"Alles ist relativ", sagte das Problemchen zum Problem,
"plustere dich also nicht auf."

(aus: »Was nützt es, wenn ein Chamäleon Farbe bekennt?« - Aphorismen [2019])
~ © Michael Rumpf ~

deutscher Essayist; * 1948

Zitante 22.10.2024, 12.00 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Zitate/Aphorismen/Tagessprüche | Tags: Michael Rumpf

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~Juvenal~
(58-140 n. Chr.)


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