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Robert Schumann, Spruch des Tages zum 08.06.2018

Die Einsamkeit ist der vertraute Umgang mit sich selbst;
sie ist ein Entrücktsein von allen äußeren Eindrücken,
sie ist eine wirkende, denkende, schlafende Ruhe,
der aktive Seelenzustand der Passivität des Körpers.

(aus seinen Schriften/Briefen)
~ Robert Schumann ~

deutscher Komponist, Musikkritiker und Dirigent; 1810-1856



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Zitante 08.06.2018, 00.05 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Zitate/Aphorismen/Tagessprüche | Tags: Robert Schumann, Tagesspruch, 20180608,

Michael Wollmann

Natürlich treffen Nervensägen den Nerv der Zeit,
sie beschädigen ihn ja auch.

(aus: »Entgrenzte Grauzonen«)
~ © Michael Wollmann ~

deutscher Aphoristiker und Philosoph; * 1990

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Ulrich H. Rose

Der Weg zur Erkenntnis führt
über Liebe, Harmonie und Demut.

(aus einem Manuskript)
~ © Ulrich H. Rose ~

deutscher Chemotechniker und Philosoph aus sich heraus; * 1951

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Häuptling Noah Seattle

Bald werdet ihr das Land überfluten wie die Flüsse,
die nach einem plötzlichen Regen die Schluchten hinunterstürzen.
Aber mein Volk ist eine versiegende Ebbe, wir werden niemals wiederkehren.

(aus einer Rede)
~ Häuptling Noah Seattle ~, auch: Sealth, Seathl oder See-ahth
Häuptling der Suquamish und Duwamish, Gründer und Namensgeber der Stadt Seattle; (vermutlich) 1786-1866

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Gregor Brand

Vieles von dem, was begriffen scheint,
ist bloß begrapscht worden.

(aus: »Meschalim« – Zweitausend Aphorismen [2007])
~ © Gregor Brand ~

deutscher Schriftsteller, Philosoph und Privatgelehrter; * 1957

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Paul Gauguin, Spruch des Tages zum 07.06.2018

Kunst ist
Plagiat oder revolutionär.

(zugeschrieben)
~ (Eugène Henri) Paul Gauguin ~
französischer Maler, Holzschnitzer und Bildhauer,
Wegbereiter des Expressionismus; 1848-1903

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Bildquelle: Engin_Akyurt/pixabay.com (Link führt zum Originalbild)/ CC0 1.0 Universell

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Jürgen Bona Meyer

Die Sprichwörter aller Völker kennen das Menschenlos,
das Niemandem Arbeit ohne Mühe gönnt,
und alle schätzen die Arbeit und fordern den Fleiß.

(aus seinen Werken)
~ Jürgen Bona Meyer ~

deutscher Philosoph und Rektor; 1829-1897

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Michael Richter

Wer Schwächen hat,
muss besonders stark sein.

(aus: »Wortschatz« – Aphorismen [2007])
~ © Michael Richter ~

deutscher Zeithistoriker; * 1952

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Charlotte El. Böhler-Mueller

Große Seelen erkennt man daran,
dass sie an kleinen Dingen nicht vorübergehen.

(aus: »Aphorismen – Geistesblitze« [2006])
~ © Charlotte El. Böhler-Mueller ~

deutsche Journalistin, Autorin und Künstlerin; 1924–2023

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Pierre Corneille

Derjenige begeht Kriminelles,
dem Kriminalität nutzt.

{Celui-là fait le crime
à qui le crime sert.}

(aus: »Medea (Médée)»)
~ Pierre Corneille ~

französischer Schriftsteller, gilt als einer der großen Theaterautoren der französischen Klassik; 1606-1684

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Alexander Sergejewitsch Puschkin, Spruch des Tages zum 06.06.2018

Je kälter, berechnender und vorsichtiger wir sind,
desto weniger setzen wir uns den Angriffen des Spottes aus.
Der Egoismus kann abscheulich sein,
aber er ist nicht lächerlich, weil er sehr vernünftig ist.

(aus: »Aufsätze und Tagebuchblätter«)
~ Alexander Sergejewitsch Puschkin ~

russischer Dichter, gilt als Begründer der modernen russischen Literatur; 1799-1837



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John Maynard Keynes

Das Wichtigste bei Unzufriedenheit
ist Handeln.

(zugeschrieben)
~ John Maynard Keynes ~

1. Baron Keynes;
britischer Ökonom, Politiker und Mathematiker, Namensgeber des Keynesianismus; 1883-1946

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Ingun Spiecker-Verscharen

Ökonomie verhält sich zu Ökologie
wie Geldanlage zu Grünanlage.

(aus einem Manuskript)
~ © Ingun Spiecker-Verscharen ~

deutsche Autorin und Laienlyrikerin; * 1956

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Paul-Jean Toulet

Im Leben muß man zu rechnen verstehen,
aber nicht auf die anderen.

{Dans la vie il faut savoir compter,
mais pas sur les autres.}

(aus: »Monsieur du Paur, homme public (1898)«)
~ Paul-Jean Toulet ~

französischer Schriftsteller, Lyriker und Essayist, bekannt durch seine "Contrerimes" (Querzeiler); 1867-1920

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Federico García Lorca, Spruch des Tages zum 05.06.2018

Je weniger Dinge man auf Erden wichtig nimmt,
desto näher kommt man
den wirklich wichtigen Dingen.

(zugeschrieben)
~ Federico García Lorca ~
spanischer Lyriker und Dramatiker der Generación del 27; 1898-1936

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Brigitte Fuchs

Vielleicht fühlen sich die Löcher in einem Sieb
auch als Teile des Ganzen.

(aus: »Himmel. Nochmal.« Sätze zur Welt und darüber hinaus. [2011])
~ © Brigitte Fuchs ~

Schweizer Autorin, Lyrikerin und Sprachspielerin; * 1951

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Theodor Haecker

Oberflächlich angesehen, scheint es dieselbe Sache zu sein,
ob einer kein Wort findet, weil er keinen Gedanken hat,
oder weil er einen zu großen, zu schweren, zu reichen hat.
Aber es ist der Unterschied einer Welt zwischen beiden.

(zugeschrieben)
~ Theodor Haecker ~
deutscher Schriftsteller, Kulturkritiker und Übersetzer; 1879-1945

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Gudrun Zydek

Es sind die Fragen,
die den Antworten die Türen öffnen.

(aus einem Manuskript)
~ © Gudrun Zydek ~

deutsche Schriftstellerin, Lyrikerin und Aphoristikerin, * 1944

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Sophronius Eusebius Hieronymus

Ein voller Bauch
diskutiert leicht über das Fasten.

(zugeschrieben)
~ Sophronius Eusebius Hieronymus ~

Kirchenvater, Heiliger, Gelehrter und Theologe der alten Kirche; 347-420 n. Chr.

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Irischer Segenswunsch, Spruch des Tages zum 04.06.2018

Herr, segne die Erde unter meinen Füßen
und den Weg auf dem ich gehe.
Segne die Menschen, mit denen ich unterwegs bin,
auch wenn wir rasten.

~ Segenswunsch aus Irland ~


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Bildquelle: TinaKirk/pixabay.com (Link führt zum Originalbild)/ CC0 1.0 Universell

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Hans Gäfgen

In Sommernächten am Fenster stehen, einsam und still,
und dem Lied wandernder Gesellen lauschen, das ist schön und befriedigend.
Und kommt leise Wehmut und zartes Sehnen im Herzen auf,
so schmerzt das nicht, sondern beglückt den, der berufen ist, einsam zu sein.

(zugeschrieben)
~ Hans Gäfgen ~

deutscher Lyriker, 1894-1939

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Klaus Ender

Wer Stille für Langeweile hält,
ist auf dem Wege, seelisch zu verkümmern.

(aus: »Jenseits der Hast« [2008])
~ © Klaus Ender ~

deutsch-österreichischer Fachbuchautor und Künstler der Fotografie; 1939-2021

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Detlev von Liliencron

Ein glückliches Familienleben zwischen Mann und Weib und ihren Kindern
ist der Treffer unseres Daseins.
Auf ihm beruht der Staat, die Sittlichkeit, die Ruhe
und – im großen ganzen – unsere körperliche und geistige Gesundheit.

(aus: »Breide Hummelsbüttel«)
~ Detlev von Liliencron ~

eigentlich Friedrich Adolf Axel Freiherr von Liliencron;
deutscher Lyriker, Prosa- und Bühnenautor; 1844-1909

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Otto Erich Hartleben

Ich lebe gern und habe wohl stets mehr und freier genossen als die Mehrzahl meiner Mitmenschen.
Dazu hab' ich mich nicht immer gern bekannt – es gab eine Zeit in meinem Leben,
wo ich mich meiner natürlichen Genußfreudigkeit schämte.
Ich war zwar nie ein Christ, aber ich glaubte zeitweise Sozialdemokrat sein zu müssen;
ich glaubte heilig werden zu müssen und erachtete es für meine Pflicht,
meine Kräfte in den Dienst einer guten Sache zu stellen.
Das ist jetzt vorbei. Ich habe gelernt, daß man diese gute Sache selber ist,
und seitdem bemühe ich mich, meine Kräfte in meinen Dienst zu stellen.

(aus seinem Tagebuch (1896))
~ Otto Erich Hartleben ~

deutscher Schriftsteller; 1864-1905



(Mehr Informationen zum Autor)

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Julius Wilhelm Zincgref

Hast du Glück in der Faust, so halte sie fest zu;
denn es ist sehr schlüpfrig und läßt sich nicht gern
wider Willen halten.

(aus: »Apophthegmata«)
~ Julius Wilhelm Zincgref ~, auch Zinkref oder Zengravius
deutscher Lyriker, Spruchdichter und Herausgeber; 1591-1635

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Die Natur ist doch das einzige Buch, das auf allen Blättern großen Gehalt bietet.

~ J. W. von Goethe ~
(1749-1832)


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