Blogeinträge (themensortiert)

Thema: Zitate/Aphorismen/Tagessprüche

Friedrich Theodor Vischer

Gutmütigkeit bedeutet gar nichts, ist nur ein Zustand;
die Gutmütigen sind so lange gut, bis sie bös werden,
und dann sind sie recht bös.

(zitiert in: »Vischer-Erinnerungen: Äusserungen und Worte (1889)«)
~ Friedrich Theodor Vischer ~, Pseudonyme: Philipp U. Schartenmayer und Deutobold Symbolizetti Allegoriowitsch Mystifizinsky
deutscher Literaturwissenschaftler und Philosoph im Feld der Ästhetik, Schriftsteller und Politiker; 1807-1887

Zitante 30.06.2019, 14.00 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Frédéric Bastiat

Man muss sagen: Es gibt zu viele bedeutende Männer auf der Welt;
es gibt zu viele Gesetzgeber, Organisatoren, Gesellschaftslehrer,
Volksführer, Väter der Nationen usw.
Zu viele Menschen stellen sich über die Menschheit, um sie zu beherrschen,
zu viele Menschen sind damit beschäftigt, sich um sie zu kümmern.

{Il faut le dire : il y a trop de grands hommes dans le monde ;
il y a trop de législateurs, organisateurs, instituteurs de sociétés,
conducteurs de peuples, pères des nations, etc.
Trop de gens se placent au dessus de l'humanité pour la régenter,
trop de gens font métier de s'occuper d'elle.}

(zugeschrieben)
~ Frédéric Bastiat ~
französischer Ökonom und Politiker, Vertreter des Liberalismus; 1801-1850

Zitante 30.06.2019, 12.00 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Adam Heinrich Müller

Überall nämlich, wo der Mensch wandelt, ist sein Auge so gestellt,
daß er das himmlische und irdische Element mit einem Blicke auffassen muß:
eine Andeutung für die Seele, daß sie allenthalben desgleichen tue.

(aus: »Etwas über Landschaftsmalerei«)
~ Adam Heinrich Müller ~

ab 1826 oder 1827 Ritter von Nitterdorf;
deutscher Philosoph, Diplomat, Ökonom und Staatstheoretiker,
gehörte dem Wiener Romantikerkreis an; 1779-1829

Zitante 30.06.2019, 10.00 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Klaus Ender

Langeweile ist
ein Privileg von Einfaltspinseln.

(aus einem Manuskript)
~ © Klaus Ender ~

deutsch-österreichischer Fachbuchautor und Künstler der Fotografie; 1939-2021

Zitante 30.06.2019, 08.00 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Mir Dard

Ein hundertfältig zerrissenes Herz,
das ist die lachende Rose –
denn Fröhlichkeit sind und Gram in der Welt
verbunden im Zwillings-Lose.

(zugeschrieben)
~ Mir Dard ~

indischer Sufi, Derwisch und Dichter; lebte um 1720 bis 1785

Zitante 30.06.2019, 02.00 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Ich wünsche dir..., Spruch des Tages zum 30.06.2019

Ich wünsche Dir für heute
ein schattiges Plätzchen zum Entspannen,
Träumen und Kraftschöpfen.

~ Eine Spruchkarte aus der Reihe »Ich wünsche dir...« ~

(Klick hier, um den Spruch des Tages als Spruchkarte zu verschicken)

Bildquelle: 627389/pixabay.com (Link führt zum Originalbild) / Lizenz: Pixabay

Zitante 30.06.2019, 00.10 | (2/2) Kommentare (RSS) | TB | PL

Leo Frobenius

Indem der Mensch voller Hingabe schafft,
macht er sich stets zum Sklaven der eigenen Schöpfung.
Er selbst wird sich dessen selten bewußt,
wohl aber die Generation, die ihm folgt.

(aus: »Schicksalskunde im Sinne des Kulturwerdens«)
~ Leo Frobenius ~

deutscher Ethnologe und Afrikaforscher; 1873-1938

Zitante 29.06.2019, 18.00 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Heimito Nollé

Bekenntnisse sind das beste Mittel,
etwas zu verbergen.

(aus: »Aussätzer« – Aphorismen [2014])
~ © Heimito Nollé ~

Schweizer Medienanalyst und Aphoristiker; * 1970

Zitante 29.06.2019, 16.00 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Giacomo Leopardi

Kein Jahrhundert reiner Barberei hat sich je für barbarisch gehalten,
sondern jedes hat noch immer geglaubt,
die Blüte der Jahrhunderte und das
vollkommenste Zeitalter des menschlichen Geistes
und der Gesellschaft zu sein.

(aus: »Zibaldone«)
~ Giacomo Leopardi ~

italienischer Dichter, Essayist und Philologe; 1798-1837

Zitante 29.06.2019, 14.00 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Nikolaus Cybinski

Ob es die Vorsilbe "un" überhaupt nicht stört,
wenn sich zum Beispiel "Recht" und "Schuld"
gleichermaßen an sie hängen?

(aus: »Der vorletzte Stand der Dinge« - Aphorismen [2003])
~ © Nikolaus Cybinski ~

deutscher Lehrer und Aphoristiker; 1936–2023

Zitante 29.06.2019, 12.00 | (0/0) Kommentare | TB | PL

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Mancher sieht ein Ei an und möchte es schon krähen hören.

~ Dschuang-Dsi ~
(370-302 v. Chr.)


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