Blogeinträge (themensortiert)

Thema: Zitate/Aphorismen/Tagessprüche

Sigmar Schollak

Ein ansonsten furchtloser Märtyrer
hatte nur die eine Furcht,
es könnte ihm ein Stachel aus der Dornenkrone gefallen.

(aus: »Tätowierungen« – Aphorismen)
~ © Sigmar Schollak ~

Musiker, Prosa- und Hörspielautor, Aphoristiker; 1930-2012

Zitante 08.01.2025, 18.00 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Arthur Schnitzler

Eitelkeit ist oft
nur ein Ausdruck für das physiologische Bedürfnis
des Organismus nach Aufmunterung.

(aus: »Aphorismen und Betrachtungen aus dem Nachlass«)
~ Arthur Schnitzler ~
österreichischer Erzähler und Dramatiker, gilt als einer der bedeutendsten Vertreter der Wiener Moderne; 1862-1931

Zitante 08.01.2025, 15.00 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Thomas Häntsch

Die meisten Menschen haben nichts gegen Reformen,
wenn nur alles so bleibt, wie es ist.

(aus: »Allein erzogene Gedanken« – Aphorismen, Gedanken, Bilder [2020])
~ © Thomas Häntsch ~

deutscher Fotograf und Autor; * 1958

Zitante 08.01.2025, 12.00 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Otto Julius Bierbaum, Spruch des Tages zum 08.01.2025

Alles Indiehöheschweifen
Bringt am Ende dich zu dir.

(aus dem Gedicht »Frage- und Antwortspiel«)
~ Otto Julius Bierbaum ~, Pseudonyme: Martin Möbius, Simplicissimus
deutscher Journalist, Redakteur, Schriftsteller und Librettist; 1865-1910

Bildquelle: StockSnap/pixabay.com (Link führt zum Originalbild) / Lizenz: Pixabay

Zitante 08.01.2025, 00.10 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Mór Jókai von Asva

Was ist denn diese »Liebe«,
wegen welcher der eine mordet und der andere stirbt;
diese Liebe,
welche gut, erlaubt und pflichtgemäß,
aber auch schlecht, schmerzhaft und verbrecherisch ist?

(zugeschrieben, d.h. kein Beleg auffindbar)
~ Mór Jókai von Asva ~, eigentlich Jókay Móricz
ungarischer Schriftsteller und Journalist, Mitglied des ungarischen Reichstags; 1825-1904

Zitante 07.01.2025, 18.00 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Edith Linvers

Das, was leicht zu haben ist,
macht mir die größten Schwierigkeiten.

(aus: »Wenn Gedanken rebellieren« – Aphorismen [2008])
~ © Edith Linvers ~

deutsche Schriftstellerin und Aphoristikerin; * 1940

Zitante 07.01.2025, 15.00 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Karl Julius Weber

Vor drei Jahrhunderten noch
war die Seltenheit der Bücher den Fortschritten der Wissenschaft nachtheilig,
jetzt ist es deren Ueberzahl,
die verwirrt und eigenes Denken verhindert.

(aus: »Demokritos oder hinterlassene Papiere eines lachenden Philosophen« [1832-1840])
~ Karl Julius Weber ~

deutscher Schriftsteller und bedeutender Satiriker; 1767-1832

Zitante 07.01.2025, 12.00 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Walter Ludin, Spruch des Tages zum 07.01.2025

Wirf deinen Schuhen nicht vor,
schmutzig zu sein,
nachdem sie dich durch den Dreck trugen.

(aus einem Manuskript)
~ © Walter Ludin ~

Schweizer Journalist, Redakteur, Aphoristiker und Buchautor; * 1945

Bildquelle: cecollins1970/pixabay.com (Link führt zum Originalbild) / Lizenz: Pixabay

Zitante 07.01.2025, 00.10 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Gudrun Zydek

Wenn vieles dir verborgen ist,
bist du noch nicht bereit zu sehen.

(aus: »Himmlische Regentropfen« – Gedichte)
~ © Gudrun Zydek ~

deutsche Schriftstellerin, Lyrikerin und Aphoristikerin, * 1944

Zitante 06.01.2025, 18.00 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Lucius Annaeus Seneca

Das rate ich dir, sei nicht unglücklich vor der Zeit,
da das, wovor du, als sei es bedrohlich, dich fürchtest,
vielleicht niemals kommen wird, jedenfalls nicht gekommen ist.

(aus: »Moralische Briefe an Lucilius« [Epistulae morales ad Lucilium, auch: Briefe über Ethik])
~ Lucius Annaeus Seneca ~

eigentlich: Lucius Annaeus Seneca, genannt: Seneca der Jüngere;
römischer Philosoph, Dramatiker, Naturforscher, Politiker und Stoiker, lebte um 1 bis 65 n. Chr.

Zitante 06.01.2025, 15.00 | (0/0) Kommentare | TB | PL

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Das Alter gräbt uns mehr Falten in den Geist als in das Gesicht.

~ Michel de Montaigne ~
(1533-1592)


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