Blogeinträge (themensortiert)

Thema: Zitate/Aphorismen/Tagessprüche

Georg Friedrich Creuzer

Nur die prägnante Kürze
ist nachdrücklich.

(aus: »Symbolik und Mythologie der alten Völker, besonders der Griechen«)
~ Georg Friedrich Creuzer ~

deutscher Philologe, Orientalist und Mythenforscher; 1771-1858

Zitante 10.03.2018, 10.00 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Jakob Wassermann

Ich habe das Gefühl, als sei die Welt satt von den Praktiken, müde der trockenen Beweisbarkeiten, überdrüssig der intellektuellen Konstruktionen und dürren Programme, als sehne sie sich, wie soll ich sagen, nach Seelenspeise, als wolle sie nicht länger auf einen Anspruch verzichten, der so unveräußerlich ist wie der auf Brot und Luft und Kleidung, als empöre sie sich im Innersten gegen das Wort von den verlorenen Illusionen und schicke sich an, sie wieder zurückzuerobern, als sei ihr eine so harte Prüfung wie die gegenwärtige nur deshalb auferlegt, damit sie erkenne, wo die Rettung liegt. Es will mir scheinen, als ob eine neue Romantik heraufdämmerte, keine bläßliche, verschwindelte und rückwärtsgewandte wie die der Großväter, die ja bloß wieder das matte Nachwehen eines echten Verinnerlichungsprozesses war. sondern eine Renaissance des Herzens, eine Neugeburt der lebensgestaltenden Fantasie.

(aus: »Der Fall Maurizius«)
~ Jakob Wassermann ~

deutscher Schriftsteller, zählte zu den produktivsten und populärsten Erzählern seiner Zeit; 1873-1934

Zitante 10.03.2018, 02.00 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Rolf Friedrich Schuett, Spruch des Tages zum 10.03.2018

Konzepte der Praktiker
sind so viel wert wie Rezepte der Theoretiker.

(aus einem Manuskript)
~ © Rolf Friedrich Schuett ~

auch: Fritz Heinrich Lotterfuchs,
deutscher Schriftsteller und Aphoristiker; * 1941


(Klick hier, um den Spruch des Tages als Spruchkarte zu verschicken)

Zitante 10.03.2018, 00.05 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Josef Weinheber

Humanitas! Dies eben heißt:
Menschliches menschlich tun mit Geist.

(aus seinen Werken)
~ Josef Weinheber ~

österreichischer Lyriker und Erzähler; 1892-1945

Zitante 09.03.2018, 18.00 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Else Pannek

Man kann sich vor lauter Rücksicht
aus den Augen verlieren.

(von ihrer Homepage)
~ © Else Pannek ~

deutsche Aphoristikerin und Lyrikerin; 1932-2010

Zitante 09.03.2018, 16.00 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Peter von Bohlen

Und so wird jedem Guten in der Welt
Von irgend einem Übel nachgestellt.

(aus: »Die Sprüche des Bhartriharis«)
~ Peter von Bohlen ~

deutscher Orientalist, einer der Pioniere des Sanskritstudiums; 1796-1840

Zitante 09.03.2018, 14.00 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Hermann Rosenkranz

Wenn's gut geht,
endet der Zickenkrieg mit einem Waffenstillstand.
Der Friede aber ist männlich.

(aus: »Keine Zeile ohne meinen Anwalt« – Sprüche, nichts als Sprüche [2011])
~ © Hermann Rosenkranz ~

deutscher Jurist und Aphoristiker; 1932-2020

Zitante 09.03.2018, 12.00 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Honoré-Gabriel Riqueti

Ich kenne nur drei Mittel, in der Gesellschaft leben zu können:
als Bettler, Dieb oder Arbeitskraft.

{Je ne connais que trois manières d'exister dans la société :
il faut y être mendiant, voleur ou salarié.}

(zugeschrieben)
~ Honoré-Gabriel Riqueti, comte de Mirabeau ~

allgemein "Mirabeau" genannt;
französischer Politiker, Physiokrat, Schriftsteller und Publizist
in der Zeit der Aufklärung, beteiligt an der Französischen Revolution; 1749-1791

Zitante 09.03.2018, 10.00 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Friedrich Josef Pesendorfer

Frühes Sparen

Wer nicht in jungen Jahren
Haushalten gelernt und sparen
Hat es versäumt für immer
Und lernt es im Alter nimmer.

(aus: »Mein Spruchbüchlein«)
~ Friedrich Josef Pesendorfer ~
österreichischer katholischer Theologe, Domherr in Linz und Schriftsteller; 1867-1935

Zitante 09.03.2018, 04.00 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Friedrich Haug

Über Grabschriften auf dem Gottesacker:
Die Lüge, Mensch! ist dein Vergnügen,
Du lehrst sogar die Steine lügen.

(aus: »Epigramme und vermischte Gedichte«)
~ (Johann Christoph) Friedrich Haug ~, Pseudonym: Hophthalmos
deutscher Beamter, Lyriker und Epigrammist; 1761-1829

Zitante 09.03.2018, 02.00 | (0/0) Kommentare | TB | PL

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Nichts auf der Welt trägt so viele Masken wie die Eifersucht.

~ Hermann Bahr ~
(1863-1934)


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