Blogeinträge (themensortiert)

Thema: Zitate/Aphorismen/Tagessprüche

Baltasar Gracián y Morales

Mit zwanzig Jahren ist der Mensch ein Pfau,
mit dreißig ein Löwe, mit vierzig ein Kamel,
mit fünfzig eine Schlange, mit sechzig ein Hund,
mit siebzig ein Affe, mit achtzig – nichts.

(aus: »Handorakel und Kunst der Weltklugheit« [Oráculo manual y arte de prudencia] [1647])
~ Baltasar Gracián y Morales S.J. ~

spanischer Schriftsteller, Hochschullehrer und Jesuit; 1601-1658

Zitante 27.02.2026, 18.00 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Friedrich Christoph Dahlmann

Dem Verehrer der Geschichte ist keine Wahrheit, die sie bietet, unerwünscht,
und wenn ihn der rechte Geist ergreift, zweifelt er keinen Augenblick,
daß die gefundne heilsamer sei, als jedes vorgreifliche Erzeugniß der eigenen Phantasie.

(aus: »Kleine Schriften und Reden« [Dahlmann, 1886])
~ Friedrich Christoph Dahlmann ~
deutscher Historiker und Staatsmann, bekannt als einer der "Göttinger Sieben"; 1785-1860

Zitante 27.02.2026, 12.00 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Pavel Kosorin, Spruch des Tages zum 27.02.2026

Gewisse Leute verhalten sich
wie die Fische im Aquarium –
sobald sie auf ein Hindernis treffen,
ändern sie die Richtung.

(aus einem Manuskript)
~ © Pavel Kosorin ~

tschechischer Aphoristiker; * 1964

Zitante 27.02.2026, 00.10 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Paul von Heyse

Wer einmal der Schuld verfiel,
Den lässt sie nimmer aus den Krallen.

(aus: »Die schlimmen Brüder« [1891])
~ Paul (Johann Ludwig von) Heyse ~
deutscher Schriftsteller, Dramatiker und Übersetzer, Nobel-Literaturpreisträger; 1830-1914

Zitante 26.02.2026, 18.00 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Robert Muthmann

Es ist eine interessante Erscheinung,
daß der idealistische Begriff der Gerechtigkeit
im Bereich des Politisch-Wirtschaftlichen vor allem
in der Aufteilung der materiellen Güter verwirklicht werden muß.

(aus einem Manuskript)
~ © Robert Muthmann ~

deutscher Journalist, Rechtsanwalt und Schriftsteller; 1922-2017

Zitante 26.02.2026, 12.00 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Hermann Oeser, Spruch des Tages zum 26.02.2026

Wer ist ein unschuldiger Mensch?
Der, welcher annimmt, daß man
nichts Schlimmes über ihn weiß.

(aus: »Vom Tage, vom heute gewesenen Tage« [Oeser, 1895])
~ Hermann Oeser ~
deutscher Pädagoge und Schriftsteller; 1849-1912

Zitante 26.02.2026, 00.10 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Stefan Zweig

Nicht ungestraft gehen alle Menschen gleich angezogen,
gehen alle Frauen gleich gekleidet, gleich geschminkt:
Die Monotonie muß notwendig nach innen dringen…
Unbewußt entsteht eine Gleichhaftigkeit der Seelen, eine Massenseele…

(aus: »Die Monotonisierung der Welt« [Zweig, 1925])
~ Stefan Zweig ~
österreichischer Schriftsteller; 1881-1942

Zitante 25.02.2026, 18.00 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Rudolf Georg Binding

Der Spiegel erzieht den Menschen dazu sich selbst zu belügen.
Noch niemand hat vor dem Spiegel gebeichtet,
noch keine Frau bekannt, wie sie ist –
selbst die schamloseste nicht.

(aus: »Spiegelgespräche« [1932]«)
~ Rudolf Georg Binding ~, meist Rudolf G. Binding
deutscher Schriftsteller; 1867-1938

Zitante 25.02.2026, 12.00 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Michael Wollmann, Spruch des Tages zum 25.02.2026

Der Mensch richtet bevorzugt Dinge an,
die kein Mensch mehr beheben kann.

(aus: »Perhorreszierende Perzeptionen (XVI)« [2023])
~ © Michael Wollmann ~

deutscher Aphoristiker und Philosoph; * 1990

Bildquelle: congerdesign/pixabay.com (Link führt zum Originalbild) / Lizenz: Pixabay

Zitante 25.02.2026, 00.10 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Chrétien de Troyes

Nur ein Tor freut sich über schöne Worte,
und man hat ihn schnell zum Besten gehalten.

(aus: »Iwein oder der Löwenritter« [Yvain ou Le Chevalier au lion, ca. 1172]«)
~ Chrétien de Troyes ~
französischer Autor, Vertreter der altfranzösischen Literatur, Begründer des Höfischen Romans; lebte um 1140-1190

Zitante 24.02.2026, 18.00 | (0/0) Kommentare | TB | PL

(Für die Suche nach Autoren
bitte die "Autorenliste" in der
oberen Navigationsleiste nutzen)
2026
<<< April >>>
Mo Di Mi Do Fr Sa So
  0102030405
06070809101112
13141516171819
20212223242526
27282930   
Nur die haben ein Recht, zu kritisieren, die zugleich ein Herz haben, zu helfen.

~ William Penn ~
(1644-1718)


Ein Abospruch von
www.zitante.de
Letzte Kommentare
Helmut Peters :
Auf den richtigen Moment zu warten, dafür fe
...mehr
Marianne:
Ob wir jemals alle kennenlernen werden?Farben
...mehr
Marianne:
Kann unter Umständen schön, aber auch beän
...mehr
Marianne:
Ausdrucksstarke Worte und das Bild dazu finde
...mehr
hanspeter rings:
Super, vielen Dank!
...mehr
quersatzein:
Das ist ein Aphorismus, der beeindruckt und z
...mehr
Anne:
Ganz schön überheblich! Aber als Tochter ei
...mehr
Marianne:
Schön geschrieben.Liebe Grüsse, Marianne
...mehr
quersatzein:
Das scheint mir ein guter Ansatz zu sein, gan
...mehr
Marianne:
Geniales Bild zum Spruch?.Liebe Grüsse, Mari
...mehr
Achtung!
Diese Seite unterliegt dem Urheberrecht.
Es ist deshalb nicht erlaubt,
ohne meine Zustimmung
Beiträge zu kopieren und
anderweitig zu veröffentlichen.
Kontakt: siehe Impressum