Blogeinträge (Tag-sortiert)

Tag:

Paul Valéry, Spruch des Tages zum 05.02.2026

Der Friede ist vielleicht jener Zustand, in dem
die angeborene Feindschaft der Menschen gegeneinander
sich durch Schöpfungen kundgibt, statt sich
durch Zerstörung zu äußern wie im Krieg.

{La paix est, peut-être, létat de choses
dans lequel lhostilité naturelle des hommes entre eux
se manifeste par de créations, au lieu de se traduire
par des destructions comme fait la guerre.}

(aus: »Die Krise des Geistes« [La crise de lesprit, 1919])
~ (Ambroise) Paul (Toussaint Jules) Valéry ~
französischer Lyriker, Philosoph und Essayist; 1871-1945

Zitante 05.02.2026, 00.10 | (0/0) Kommentare | TB | PL

August Pauly

Jede Zeit erkennt die Fehler ihrer Vorgängerin,
wie jeder Narr die Narrheit eines andern,
aber nicht seine eigene.

(aus: »Aphorismen« [1905])
~ August Pauly ~

deutscher Zoologe und Philosoph; 1850-1914

Zitante 04.02.2026, 18.00 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Fritz P. Rinnhofer

Nicht jeder, der abgehoben hat,
ist oben angekommen.

(aus: »Aphorismen & Bonmots, Juni 2008«)
~ © Fritz P. Rinnhofer ~

österreichischer Marketing- und Verkaufsmanager,
Publizist und Aphoristiker; 1939–2020

Zitante 04.02.2026, 15.00 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Johannes Brahms

Wozu hat denn der Mensch
das himmlische Geschenk, die Hoffnung,
empfangen?

(aus einem Brief an Clara Schumann, Oktober 1857)
~ Johannes Brahms ~
deutscher Komponist, Pianist und Dirigent, gilt als einer der bedeutendsten Komponisten der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts; 1833-1897

Zitante 04.02.2026, 12.00 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Frantz Wittkamp, Spruch des Tages zum 04.02.2026

Aus meinen Tränen wird ein Fluss.
Der trägt mich, wenn ich weinen muss,
in meinem kleinen, kleinen Kahn
bis in den großen Ozean.

(aus: »alle tage ein gedicht« – Immerwährender Kalender [2002])
~ © Frantz Wittkamp ~

deutscher Grafiker, Maler und Autor; * 1943

Bildquelle: douglasspete/pixabay.com (Link führt zum Originalbild) / Lizenz: Pixabay

Zitante 04.02.2026, 00.10 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Jean Paul

Das Volk ist ein gerader Stamm,
aber alle Späne, in welche ihn die Staats-Drechsler theilen,
krümmen sich.

(aus: »Der Komet oder Nikolaus Marggraf«)
~ Jean Paul ~

eigentlich Johann Paul Friedrich Richter;
deutscher Schriftsteller, literaturgeschichtlich zwischen den Epochen der Klassik und Romantik; 1763-1825

Zitante 03.02.2026, 18.00 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Gustave Le Bon

Kompetenz ohne Autorität
ist ebenso machtlos wie Autorität ohne Kompetenz.

{La compétence sans autorité
est aussi impuissante que l‘autorité sans compétence.}

(aus: »Hier et demain. Pensées brèves« [ca. 1918])
~ Gustave Le Bon ~
französischer Militärarzt und Begünder der Massenpsychologie; 1841-1931

Zitante 03.02.2026, 15.00 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Walter Ludin

Banküberfall:
Wen hat die Bank überfallen?

(aus einem Manuskript)
~ © Walter Ludin ~

Schweizer Journalist, Redakteur, Aphoristiker und Buchautor; * 1945

Zitante 03.02.2026, 12.00 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Aristoteles, Spruch des Tages zum 03.02.2026

Demokratie entsteht, wenn man
nach Freiheit und Gleichheit aller Bürger strebt
und die Zahl der Bürger, aber nicht ihre Art berücksichtigt.

(aus: »Politik III«, zitiert in: Geschichte der Philosophie alter Zeit [1831])
~ Aristoteles ~

griechischer Philosoph und Wissenschaftstheoretiker; 384-322 v. Chr.

Zitante 03.02.2026, 00.10 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Julius Sturm

Hüte Dich vor wirrem Weltgewühle;
ohne Staub kommt keiner aus der Mühle.

(zitiert in: »Theologischer Jahresbericht« [1869])
~ Julius (Carl Reinhold) Sturm ~, Pseudonym: Julius Stern
deutscher Dichter der Spätromantik und Pfarrer; 1816-1896

Zitante 02.02.2026, 18.00 | (0/0) Kommentare | TB | PL

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Die wirkliche Entdeckungsreise besteht nicht darin, neue Landschaften zu erforschen, sondern darin, altes mit neuen Augen zu sehen!

~ Marcel Proust ~
(1871-1922)


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