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Einträge vom: 17.03.2019

*Sonntagsantwort Nr. 4*

(Ein Projekt von »Sandra« und mir)

Meine Frage vom 10.03.2019 lautete:
An welches früheste Ereignis aus Deiner Kindheit erinnerst Du Dich? 

Man sagt ja oft, daß die Erinnerungen aus der sehr frühen Kindheit keine wirklichen Erinnerungen sind, sondern daß man sie aus Erzählungen so verinnerlicht hat, daß man meine, sie gehören zu den Ereignissen, die man bewußt erlebt hat.

Als ich 3 Jahre alt war, zogen meine Eltern nach Belgien. Wir hatten zuvor sehr, sehr beengt gewohnt, in der Wohnung meiner Großeltern (mütterlicherseits). Das "gute Zimmer" wurde für die Nacht als Schlafzimmer für meine Eltern aufbereitet, mein Kinderbettchen stand dann entweder dort oder im Schlafzimmer meiner Großeltern, je nachdem, wer länger schlafen konnte, mein Papa oder mein Opa.

In Belgien hatten wir dann für uns 3 plötzlich ein ganzes Haus zur Verfügung. Es kostete an Miete weniger als eine Wohnung in Düsseldorf, Papa mußte sich allerdings verpflichten, in der Zeche im Nachbarort zu arbeiten. Es war eine sehr ländliche Gegend, eine totale Umstellung von der Großstadt aufs "Kuhdorf". Dazu kam für uns alle ja auch noch die fremde Sprache...

Hauseigentümer war eine Bauernfamilie, die direkt nebenan ihren Hof hatten. Ich hatte das Gefühl, die ganze Familie (Großeltern, Eltern, 1 Onkel und 7 Kinder) mochte mich sehr gerne; sie ließen mich von Beginn an ihren Tätigkeiten auf dem Hof teilhaben.

An folgendes kann ich mich sehr genau erinnern: Jeden Abend wurde für die Schweine das Mastfutter angerührt. Aus einem großen Sack wurde eine bestimmte Menge (nicht abgewogen, so nach Augenmaß) in einen großen Eimer geschüttet, dazu kam heißes Wasser. Die Bäuerin beugte sich dann darüber, versank ihren Arm bis hin zur Schulter in den Eimer und vermischte das Pulver mit dem Wasser. Ich stand immer wieder staunend dabei und meine Frage lautete jeden Tag:

"Alles für die Kusch-Kusch?"
Und die Bäuerin antwortete immer:
"Alles für die Kusch-Kusch!"

Das hat sich bestimmt über 1, 2 Jahre hingezogen, es war wie ein Ritual. Und nicht nur die Szene, wie die Bäuerin ihren krebsroten Arm aus dem "Brei" zog, sondern auch an den Geruch kann ich mich erinnern; ich würde ihn ganz bestimmt wiedererkennen, wenn es noch dieses Futtergemisch gäbe.




Nun bin ich gespannt auf die Frage, die Sandra zur Beantwortung am nächsten Sonntag stellt…


Nachtrag vom 19.03.2019:
Die »von Sandra« gestellte Frage für den kommenden Sonntag lautet:
Wie oft bist du schon umgezogen?
(Ich habe schon eine Liste angefangen, um keine Station zu vergessen. Ob ich das schaffe?)

»alle bisherigen Beiträge zu diesem Projekt«
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Zitante 17.03.2019, 20.00| (4/4) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Freizeit | Tags: Sonntagsantwort

*Silvio Gesell*

Die Wahrheit ist faul wie ein Krokodil im Schlamm des ewigen Nils.
Die Zeit gilt für sie nicht; es kommt ihr auf ein Menschenalter nicht an; sie ist ja ewig.
Aber die Wahrheit hat einen Impresario, der,
sterblich wie der Mensch, es immer eilig hat. Dieser Impresario heißt Irrtum.
Der Irrtum kann nicht faul im Grab die Ewigkeiten an sich vorüberziehen lassen.
Er stößt überall an und wird überall gestoßen. Allen liegt er überall im Wege.
Niemand läßt ihn ruhen. Er ist der wahre Stein des Anstoßes.

(aus: »Die natürliche Wirtschaftsordnung (1938)«)
~ (Johann, auch: Jean) Silvio Gesell ~
deutscher Kaufmann, Finanztheoretiker, Sozialreformer und Begründer der Freiwirtschaftslehre; 1862-1930

Zitante 17.03.2019, 18.00| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Zitate/Aphorismen/Tagessprüche | Tags: Silvio Gesell

*Alfred Grünewald*

Der Einzelgänger:
Was er nicht alles mitmachte, weil er nicht mitmachte!

(aus seinen Werken)
~ Alfred Grünewald ~
österreichischer Schriftsteller; 1884-1942

Zitante 17.03.2019, 16.00| (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Zitate/Aphorismen/Tagessprüche | Tags: Alfred Grünewald

*Karl Gutzkow*

Nur Begeisterung hilft über die Klippen hinweg,
die alle Weisheit der Erde nicht zu umschiffen vermag.

(aus: »Vom Baum der Erkenntnis«)
~ Karl (Ferdinand) Gutzkow ~, auch: E. L. Bulwer
deutscher Schriftsteller, Dramatiker und Journalist, einer der Stimmführer der jungdeutschen Bewegung; 1811-1878

Zitante 17.03.2019, 14.00| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Zitate/Aphorismen/Tagessprüche | Tags: Karl Gutzkow

*peter e. schumacher*

Ob der Menschlichkeit einmal die Stunde schlägt,
hängt davon ab, wann dem Menschen das Gewissen schlägt.

(Quelle: www.aphorismen.de)
~ © peter e. schumacher ~
deutscher Publizist und Aphorismensammler; 1941-2013

Zitante 17.03.2019, 12.00| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Zitate/Aphorismen/Tagessprüche | Tags: peter e. schumacher

*Ewald Rudolf Stier*

Ist es nicht eine Himmelslust,
wenn eine unsterbliche Seele sich über
einen Groschen freuen kann?

(zitiert in: »Alemannia (Sammlung aus den Werken der vorzüglichsten Schriftstellern Deutschlands; 1821)«)
~ Ewald Rudolf Stier ~, Pseudonym: Rudolf von Fraustadt
deutscher evangelisch-lutherischer Theologe und Kirchenlieddichter; 1800-1862

Zitante 17.03.2019, 10.00| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Zitate/Aphorismen/Tagessprüche | Tags: Ewald Rudolf Stier

*Nikolaus Cybinski*

Hochaltrig saß er vor seinem Seniorenteller
und löffelte die Suppe aus, die die Spaßgesellschaft
ihm eingebrockt hatte.

(aus: »Der vorletzte Stand der Dinge« - Aphorismen)
~ © Nikolaus Cybinski ~
deutscher Lehrer, Autor und Aphoristiker, *1936

Zitante 17.03.2019, 08.00| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Zitate/Aphorismen/Tagessprüche | Tags: Nikolaus Cybinski

*Irischer Segenswunsch*, Spruch des Tages zum 17.03.2019

Möge der Schutzheilige Irlands
dich jeden Tag in sein Herz schließen
und dich auf besondere Weise mit Glück segnen.

~ Irischer Segenswunsch ~

(Klick hier, um den Spruch des Tages als Spruchkarte zu verschicken)

Bildquelle: creisi/pixabay.com (Link führt zum Originalbild)/ Lizenz: Pixabay

Zitante 17.03.2019, 00.10| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Zitate/Aphorismen/Tagessprüche | Tags: Irischer Segenswunsch, Weisheit, Tagesspruch, 20190317,

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Ein passendes Bild zu einem wahren Spruch. Wi
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geben sie aber leider... ??
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Einmalig schön und zutreffend formuliert
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Ein wahrer Spruch. Die Sorgen sind wie Corona
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Ich kannte bisher nur eine sich reimende span
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Danke für den tollen Spruch von Rainer H
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