Blogeinträge (Tag-sortiert)

Tag:

Christian Morgenstern

Ich habe sehr sichere Instinkte, aber nicht die Gabe,
eingehend zu begründen, zu erklären.
Die Mehrzahl der Heutigen hat umgekehrt
die Gabe des Begründens und Erklärens in hohem Maße,
aber dafür keine innere Direktion.
Es ist unendlich quälend, die Berechtigung seines Urteils
immer wieder aufs neue beweisen zu sollen.

(aus: »Stufen. Eine Entwicklung in Aphorismen und Tagebuch-Notizen« [1918, posthum])
~ Christian (Otto Josef Wolfgang) Morgenstern ~

deutscher Dichter, Schriftsteller und Übersetzer; 1871-1914

Zitante 19.09.2025, 18.00 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Oliver Tietze

Die aufschwatzen,
möchten abschwatzen.

(aus: »Spuren in der Zukunft« [2016])
~ © Oliver Tietze ~

deutscher Aphoristiker und Lyriker; * 1965

Zitante 19.09.2025, 15.00 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Leonardo da Vinci

Das Flusswasser, das du berührst,
ist das letzte von dem, was weggeflossen ist,
und das erste von dem, das heranfließt.
So ist die Gegenwart.

(zugeschrieben, d.h. keine Primärquelle gefunden)
~ Leonardo da Vinci ~, eigentlich: Leonardo (Lionardo) di ser Piero
italienischer Universalgelehrter (Maler, Bildhauer, Architekt, Anatom, Mechaniker, Ingenieur, Naturphilosoph); 1452-1519

Zitante 19.09.2025, 12.00 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Werner Mitsch, Spruch des Tages zum 19.09.2025

Alles Unheil dieser Welt
kommt vom falsch verteilten Geld.

(aus seinen Werken)
~ Werner Mitsch ~ (© by Zitante)
deutscher Schriftsetzer und Aphoristiker, 1936-2009

Bildquelle: Darkmoon_Art/pixabay.com (Link führt zum Originalbild) / Lizenz: Pixabay

Zitante 19.09.2025, 00.10 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Rupert Schützbach

Der Abstand zwischen Leben und Tod
ist die Zeit zwischen Geburt und Sterben.

(aus dem Manuskript »Aphorismen-Cocktail 2017«)
~ © Rupert Schützbach ~

deutscher Dipl.-Finanzwirt, Zöllner i.R. und Schriftsteller; * 1933

Zitante 18.09.2025, 18.00 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Arthur Schnitzler

Die Erinnerung, sagt Jean Paul, ist das einzige Paradies,
aus dem wir nicht vertrieben werden können.
Manchmal mag das zutreffen.
Öfter aber ist die Erinnerung die einzige Hölle,
in die wir schuldlos verdammt werden.

(aus: »Aphorismen und Betrachtungen«)
~ Arthur Schnitzler ~
österreichischer Erzähler und Dramatiker, gilt als einer der bedeutendsten Vertreter der Wiener Moderne; 1862-1931

Zitante 18.09.2025, 15.00 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Wilfried Besser

Während die Klugen eher zweifeln,
sind sich die Dummen ihrer Sache meist ganz sicher.

(aus: »Über kurz oder lang«, Neue Aphorismen und andere Ungereimtheiten [2010])
~ © Wilfried Besser~

deutscher Aphoristiker; * 1951

Zitante 18.09.2025, 12.00 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Jules Michelet, Spruch des Tages zum 18.09.2025

Die gleichen Befürchtungen, die gleichen Notlagen
bringen den gleichen Schrecken zurück.

{Les mêmes craintes, les mêmes calamités
ramènent les mêmes terreurs.}

(aus: »Histoire de la révolution française« [Geschichte der französischen Revolution])
~ Jules Michelet ~
französischer Historiker, Archivar am Nationalarchiv und Moralphilosoph; 1798-1874

Zitante 18.09.2025, 00.10 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Claudia Brefeld

Helle Köpfe haben schon
so manche Schattenseite von Lichtgestalten aufgedeckt.

(aus dem DAphA-Kalender [2015])
~ © Claudia Brefeld ~

deutsche Aphoristikerin und Haiku-Dichterin; * 1956

Zitante 17.09.2025, 18.00 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Marc Aurel

Wie schnell doch alles entschwindet!
In der Welt die Menschen selbst,
im Lauf der Zeit ihr Gedächtnis!

(aus: »Selbstbetrachtungen«)
~ Marc Aurel ~

auch: Mark Aurel, Marcus Aurelius;
römischer Kaiser und Philosoph, der letzte bedeutende Vertreter der jüngeren Stoa;
lebte um 121-180 n. Chr.

Zitante 17.09.2025, 15.00 | (0/0) Kommentare | TB | PL

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~ August Bebel ~
(1840-1913)


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