Ausgewählter Beitrag

*Sonntagsantwort Nr. 7*

(Ein Projekt von »Sandra« und mir)

Sandras Frage vom 31.03.2019 lautete: »Welches Buch hast du zuletzt gelesen?«

Ich gebe zu: Ich habe gemogelt. Denn, nachdem ich Sandras Frage gelesen habe, habe ich ein Buch aus meiner Liste "vorgezogen". Erst gestern habe ich das Buch beendet. Und noch ein Geständnis: dieses Buch habe ich nicht gelesen, sondern gehört. Das bietet sich für mich immer wieder als ungemein praktisch an. Zum Einen freuen sich meine Augen auf wohlverdiente (Bildschirm-)Lesepausen, zum Anderen kann ich wunderbar zuhören, währenddem ich andere Sachen mache (bei der Hausarbeit, dem Training, dem (Allein-)Spaziergang, und, und, und…)

Auf meinem Player befinden sich zur Zeit folgende Hörbücher (bewußt: Hörbücher, denn Hörspiele sind nicht so ganz mein Ding, darin kann ich lange nicht so versinken wie in den Büchern):



Unschwer festzustellen, daß ich ein Krimi-Fan bin, oder? Insbesondere Romane, die in den ländlichen Regionen von Frankreich spielen sind mein Ding. Zwischendurch füge ich jedoch immer ein anderes Genre ein, zum Entspannen sozusagen ;-).

Das Buch, das ganz unten auf der Liste steht, habe ich in der Reihenfolge vorgezogen: Carlos Ruiz Zafón, Der Schatten des Windes. Aus der Serie: Friedhof der vergessenen Bücher, gelesen von Uve Teschner.

Es ist ein wunderbaches Buch, voller Sprachgewalt, deshalb mein absolutes Kompliment auch an den Übersetzer, Peter Schwaar. Das Buch hat mich von Anfang bis Ende in den Bann gezogen; vielfach wurde ein "lahmer Anfang" kritisiert, ich mag es jedoch, wenn eine Geschichte im Verlaufe an Spannung gewinnt.

Klappentext: An einem dunstigen Sommermorgen des Jahres 1945 wird der junge Daniel Sempere von seinem Vater an einen geheimnisvollen Ort in Barcelona geführt – den Friedhof der Vergessenen Bücher. Dort entdeckt Daniel den Roman eines verschollenen Autors für sich, es heißt »Der Schatten des Windes«, und es wird sein Leben verändern…

Die Geschichte spielt in Barcelona, in den Jahren nach dem 2. Weltkrieg. Daniel wird, auf der Suche nach den Spuren des Autors des von ihm "adoptierten" Buches, in die Nachkriegszeit des 1. Weltkrieges gezogen. Große Gefahr droht ihm, als er dem Hintergrund und der Geschichte des Autors zu nahe kommt.

Es fehlt also nicht an Spannung, aber auch nicht an prägnanten Charakteren, Romanzen, Atmosphäre und auch etwas Magie ist dabei. Ich habe die Zeit mit diesem Buch sehr genossen.

Die nächsten Romane habe ich schon als Dateien auf dem Rechner gespeichert, beim nächsten Aufladen des Players ist der nächste Teil dran:



Wer mehr über das Buch erfahren möchte, kann sich die Rezensionen auf »Perlentaucher« ansehen; die fast komplette Handlung ist hier nachzulesen (bitte die Inhaltsangabe nicht anklicken, wenn man das Buch noch lesen möchte): »Dieter Wunderlich«

Kennt ihr dieses Buch oder habt ihr überhaupt schon mal etwas von Zafón gelesen?

Hinweis, rein vorsorglich: das beschriebene Buch habe ich mir selbst besorgt und die Verlinkungen sind willkürlich gewählt; einen finanziellen oder geldwerten Vorteil entsteht mir dadurch nicht. Ich betreibe einen rein privaten Blog und das bleibt auch so!

Und nun meine Frage für den kommenden Sonntag:
Lieber immerwährende Sommer- oder Winterzeit?

»alle bisherigen Beiträge zu diesem Projekt«
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Zitante 07.04.2019, 20.00

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Kommentare zu diesem Beitrag

5. von SM

Das Buch "Altes Land" von Dörte Hansen kann ich auch empfehlen. Ich habe zuletzt ihr neuestes Buch "Mittagsstunde" gelesen, fand aber die Charaktere zu sehr überzeichnet und das erste deutlich besser.
Schön finde ich die eingestreuten plattdeutschen Ausdrücke (bei beiden Büchern), damit kann man sich ganz gut in die Gegend und die Mentalität der Menschen hineinversetzen – und im Zusammenhang ist es auch für anderswo Lebende verständlich.

vom 10.04.2019, 20.14
Antwort von Zitante:

Schön, SM, das Du Helgas Empfehlung zu Dörte Hansens "Altes Land" bestätigen kannst. Beim nächsten Befüllen des Players wird es auf jeden Fall dabei sein!
4. von Helga Sievert-Rathjens

Liebe C'hrista,
hier die Lesezeiten auf NDR Kultur:
Von Mo - Fr jeden Abend ab 22.00 bis 22.35
Morgens gibt es das auch ab 8.30 Uhr, ca. 30 Minuten. Da höre ich aber noch nicht zu, denn ich liege noch im tiefsten Schlaf.

Ich selber lese natürlich auch viel. Jede Nacht ca. 2 Std. An meinem Bett liegen einige Bücher in denen ich kreuz und quer lese. Z.B. Gedichte von Rilke oder Droste-Hülshoff. Da wird dann manchmal zum Abschluss ein Gedicht gelesen. Dann liegt immer irgendein Sachbuch da, welches ich etappenweise lese, immer wenn mich mein jeweiliger Hauptstoff entweder langweilt oder aufregt. Da liegt zur Zeit "Peter Wohleben - Der Wald"
Mein Hauptlesebuch ist zur Zeit "Dörte Hansen - Altes Land". Ich hatte es vor einiger Zeit schon einmal gelesen und es ist so gut und zärtlich, so manches mal zum Schmunzeln, so beruhigend schön, dass ich es nun noch mal haben musste.
Ich kann es nur jedem ans Herz legen. Es ist eines der besten Bücher meiner letzten Monate.
Gerne gelesen habe ich auch "Zsuzsa Bank - Die hellen Tage". Ein leises, ruhiges Buch welches sich steigert, bis ich es vor Neugier kaum abwarten konnte...
Dann wäre da noch "Pascal Mercier - Nachtzug nach Lissabon". Ach, es gibt noch so viele Bücher, die ich gerade fast zuletzt gelesen habe. Das muss nun hier reichen :)

vom 10.04.2019, 18.28
Antwort von Zitante:

Danke, liebe Helga, für Deine Hinweise – Ich habe es jetzt gefunden; heute Abend liest Werner Finck den letzten Teil von "Leben und Meinungen des Herrn Tristram Shandy" von Laurence Stern. Wie schade, daß ich das nicht von Anfang an verfolgen konnte, Werner Finck erscheint mir der perfekte Vor-Leser dieses Werks zu sein. Leider lassen sich in der Mediathek auch immer nur die letzten 1-2 Tage nach-hören. Der Termin 22h00 bis 22h35 ist für mich schlecht, da bin ich meist schon im Land der Träume...

Morgens läuft zur Zeit "weg" von Doris Knecht, gelesen von Oda Thormeyer. Ich fand da keine Möglichkeit, in den Lesungen der letzten Tage reinzuhören.

Dörte Hansens "Altes Land" ist auf meinem PC als Hörbuch gespeichert; es bekommt jetzt die Markierung "uh" (unbedingt hören). Von Zsuzsa Bánk steht "Schlafen werden wir später" auf dem Programm und von Pascal Mercier "Lea".

Ja, als Literaturfan hat man es nicht leicht mit der Auswahl ;-)
3. von Ocean

Guten Morgen liebe Christa,

inspiriert von Deiner Beschreibung habe ich mir eben online noch eine Kurzbeschreibung des Buches durchgelesen und denke, dass es mir auch gefallen könnte - habe es sofort auf meine Liste gesetzt. Vielen Dank für den Tipp. Ich kannte den Autor bislang nicht.

Du hast viele interessante Titel auf deiner Liste :) ja, Krimifan bin ich auch, total. Von Karin Slaughter habe ich einiges gelesen, nur die neueren kenne ich noch nicht. "Illuminati" habe ich auch gelesen.

Was Du über Hörbücher schreibst, klingt wirklich positiv .. vielleicht sollte ich es doch noch einmal versuchen. Hatte es vor Jahren mit zwei Büchern probiert - und (von meinem Problem mit der Sprecherstimme mal abgesehen) gemerkt, wie schnell meine Aufmerksamkeit abgedriftet ist ..dann mußte ich dauernd zurückspulen. Beim Lesen passiert mir das nicht. Vielleicht ist es auch eine Frage der Übung oder Gewöhnung.

Interessant finde ich auch, dass auch Du Dir diese Gedanken machst, was im Blog als Werbung interpretiert werden kann. Das ist auch ganz mein Thema gerade, und ich habe sogar bei den Kommentaren manche Tipps und Hinweise mit "Sternchen" versehen, damit die Bezeichnungen nicht mehr für die Suchmaschinen erkennbar sind - weil ich mir einfach nicht sicher bin, ab wann etwas als "Werbung" gilt. Schade eigentlich. Klar ist, dass ich keine Markennamen nenne. Aber der reine Hinweis z. B. auf Buchtitel, Filme oder Lieder - ich hoffe, dass das nicht als Werbung ausgelegt werden kann.

Sonst könnte man ja irgendwann kaum noch irgendetwas im Blog schreiben ... seufz. Früher war das alles einfacher ;)

Liebe Grüße zu Dir, und danke für die vielen Lese-Inspirationen,

Ocean

vom 10.04.2019, 09.23
Antwort von Zitante:

Liebe Ocean, ja, gerade wenn man mit dem Hören anfängt ist es wichtig, die richtige Stimme zum Buch zu finden. Wenn man einmal Blut geleckt hat kann man sich auch mit SprecherInnen abfinden, die einem nicht ganz so genehm sind...

Auf die Problematik mit der "Werbung" machte mich Sandra aufmerksam, ich bin zwar nach wie vor der Meinung, daß die Erwähnung von Buchtiteln in einem ansonsten absolut privaten Blog nicht abmahnfähig ist, der Hinweis erfolgte also wirklich rein vorsorglich! Zumal ich g-a-a-a-n-z früher mal ein wenig Umsatz mit einem Affiliate-Link generierte, möglicherweise stehe ich noch auf dem Kieker des Finanzamtes.

Einen lieben Abendgruß zu Dir!
2. von Helga Sievert-Rathjens

Ja, das ist ein tolles Buch. Ich habe es mittlerweile schon 3 x gelesen, alle paar Jahre wieder und immer wieder werde ich in den Bann gezogen.
Krimifan war ich früher auch. Heute geht das nicht mehr, ich bekomme regelrecht Schlafstörungen und kann auch die Spannung während des lesens nicht aushalten. Seltsam was das Alter so mit einem macht :)
Hörbücher mag ich, aber nur im Radio vorgelesen, selber habe ich noch nie eines gekauft. Im NDR wird von Mo bis Fr abendlich vorgelesen und wenn mir das Buch gefällt, bin ich fleissige Hörerin.
Aber ich ziehe immer das Buch in der Hand vor. Die Seiten, der Geruch, das Geräusch beim umblättern, bringt mir viel an Lesevergnügen.

vom 07.04.2019, 22.16
Antwort von Zitante:

Wie schön, daß es noch mindestens eine Leserin hier gibt, der das Buch ebenfalls gefällt!
Kannst Du mir bitte mal nähere Informationen zu der Lesestunde geben: um wieviel Uhr, und welcher NDR-Kanal?
Die Haptik eines Buches kann ein Hörbuch natürlich nicht vermitteln, da hast Du wohl recht.
1. von Frau L-Punkt

Durch eine andere Bloggerin bin ich auf eure Aktion aufmerksam geworden und mache ab sofort auch mit.

LG Frau L-Punkt :)

vom 07.04.2019, 21.45
Antwort von Zitante:

Das freut mich, Frau L-Punkt – viel Freude mit und Reaktionen auf Deine Beiträge wünsche ich Dir!
LG, Zitante Christa
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