Ausgewählter Beitrag

Wolfgang Mocker, Spruch des Tages zum 31.07.2019

Auch wer gegen den Strom schwimmt,
muß sich dem Flußlauf fügen.

(aus: »Zwischen den Zwängen« – Ausgewählte Aphorismen {2013])
~ © Wolfgang Mocker ~

deutscher Journalist und Autor; 1954-2009



(Klick hier, um den Spruch des Tages als Spruchkarte zu verschicken)

Bildquelle: luctheo/pixabay.com (Link führt zum Originalbild) / Lizenz: Pixabay

Zitante 31.07.2019, 00.10

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Kommentare zu diesem Beitrag

4. von Gudrun Zydek

Ich kann in diesem Spruch keinen erhobenen Zeigefinger erkennen. Vielmehr beschreibt der Autor lediglich einen gegebenen Zustand. Mit Recht, wie ich meine, denn wer das Flussbett verlässt, sei es mit dem oder gegen den Strom, landet auf dem Trockenen.

...und, ich denke nicht, dass King und Schwarzer gegen den Strom geschwommen sind. Sie haben vielmehr den Strom des Lebens überlegt und überlegen genutzt.
Auf die Achtundsechziger kann ich allerdings gut und gerne verzichten. Sie sind für mich Teil der Ursache der gegenwärtigen politischen "Verwerfungen".

vom 02.08.2019, 13.56
Antwort von Zitante:

"... wer das Flussbett verlässt, sei es mit dem oder gegen den Strom, landet auf dem Trockenen", das ist eine passende Metaphier.
Ja, die 68er... Ich gehöre zu dieser Generation, konnte mich aber damals überhaupt nicht damit identifizieren. Rückblickend erkenne ich jedoch, daß der Ausbruch aus den damaligen Konventionen nicht generell unangebracht war. Die Proteste gehen die damaligen Strukturen der Gesellschaft waren oftmals sehr berechtigt...
3. von SM

Ich sehe das so: Jeder, der im Fluss des Lebens etwas bewegt, braucht in erster Linie seine Vision vor Augen. Die möglichen Hindernisse hat er/sie dabei im Augenwinkel, aber das Hauptaugenmerk liegt auf dem Ziel.
Mit der oben beschriebenen Denkweise gäbe es keinen Martin Luther King, keine 68er-Bewegung und keine Alice Schwarzer – nur um stellvertretend einige zu nennen, die gegen den Strom schwimmen mussten, um ihre Vision zu erreichen. Und die dabei etwas geschafft haben, von dem bis heute auch Mit-dem-Strom-Schwimmer profitieren, ob sie die Leistung nun anerkennen oder nicht.

vom 02.08.2019, 12.48
Antwort von Zitante:

Die Leistungen der genannten Personen bzw. der Bewegung, die Du hier nennst, ist sehr beachtens-, lobens- und anerkennenswert, SM.
Ich könnte mir jedoch vorstellen, daß alle Aktionen "gegen den Mainstream" sehr bedacht und auch in einem gewissen Maße angepaßt waren. Auch Opposition bedarf der Rhetorik bzw. Diplomatie. Meine ich...
2. von SM

Das ist ein Spruch, der mir total gegen den Strich geht. Vielleicht, weil ich "zwischen den Zeilen" einen erhobenen Zeigefinger erkennen kann. Zumindest deute ich das Zitat so.

vom 01.08.2019, 13.17
Antwort von Zitante:

Ich stimme Dir zu, SM, daß der Autor mit diesem Spruch (und mit vielen anderen aus seiner Feder) einen Zeigefinger erhebt.
Eine gewisse Art von Anpassung ist eben oftmals Voraussetzung für einen Erfolg.
1. von Anne P.-D.

Boh, was für ein schönes Motiv, und der Spruch stimmt. Es ist wie im richtigen Leben, auch wenn man seine eigene Wege geht, nicht nur die gewohnten, die scheinbar dazugehören, leider muss man sich in manchen Dingen des Lebens fügen. Wie mit dem Flußlauf, der vorbestimmt ist. Danke Christa,... ich sende mir die Spruchkarte selber! Einfach toll!!!!! :-)))
Lieben Gruß!

vom 31.07.2019, 13.53
Antwort von Zitante:

Ich kann Deine Gedanken sehr gut nachvollziehen, liebe Anne.
Ohne Respekt vor dem, was naturgegeben ist, klappt kein "Gegen-den-Strom-schwimmen", das glaube ich auch...
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Auf die Absicht aller Dinge, nicht auf den Erfolg blickt der Weise.

~ Lucius Annaeus Seneca ~
(um 4 v.Chr.-65 n.Chr.)


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