Ausgewählter Beitrag

*Sully Prudhomme*, Spruch des Tages zum 16.03.2018

Ich mag neue Häuser nicht:
ihr Gesicht ist gleichgültig.

{Je n'aime pas les maisons neuves:
leur visage est indifférent.}

(aus: »Les solitudes«)
~ Sully Prudhomme ~, eigentlich René François Armand Prudhomme
französischer Schriftsteller, erster Nobelpreisträger für Literatur; 1839-1907


(Klick hier, um den Spruch des Tages als Spruchkarte zu verschicken)

Bildquelle: Bru-nO/pixabay.com (Link führt zum Originalbild)/ CC0 1.0 Universell

Zitante 16.03.2018, 00.05

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Kommentare zu diesem Beitrag

3. von SM

Hallo Christa,

so, wie man ein Gesicht schminken kann, kann man natürlich auch bei einem Gebäude mit etwas Farbe nachhelfen. Das macht den Baustil nicht schöner, kann dem Haus aber zu einer optimistischeren Ausstrahlung verhelfen. Ich habe da ein Beispiel in meiner Nähe vor Augen. Der Vorher-Nachher-Effekt war nicht zu übersehen. Vorher: Beton-Hochhaus in tristem Grau, nachher: immerhin durch warme Orange- und Rottöne angenehmer anzuschauen.

In diesem Sinne, farbenfrohe Grüße zum grauen Montag von SM

vom 19.03.2018, 12.23
Antwort von Zitante:

Genau, SM, ein buntes Gebäude – gleich wie alt es ist – wirkt gleich viel freundlicher.
Ob sich das auch auf diejenigen auswirkt, die darin wohnen? Mir scheint, das ist eher ein äußerlicher Effekt.
2. von SM

Nachtrag: Ein wenig hängt das natürlich auch mit dem Baustil zusammen.
Manche Gebäude bekommen auch nach 50 oder 60 Jahren keinen Charme..

vom 17.03.2018, 16.00
Antwort von Zitante:

Jede Epoche hat ihre eigenen Schönheits- oder Charme-Ideale – das trifft insbesondere bei der Architektur zu (ich würde sagen: direkt nach der Bekleidungs-Mode).
Und bei den Bauten ist auch noch die Zweckmäßigkeit zu berücksichtigen, insbesondere in Zeiten der Wohnungsknappheit.
Da könnte aber oftmals ein wenig Farbe schon abhelfen. Damit wäre der vom Autor beklagten "Gleichgültigkeit" schon Abhilfe getan – oder was meinst Du, SM?
1. von SM

Ich finde auch, dass ältere Häuser viel mehr Charme haben als neue. Sie sprechen sozusagen eine spezielle Sprache, erzählen eine Geschichte. Man muss nur "zuhören", und versuchen die Sprache zu verstehen.
Ich beobachte sehr oft, dass, wenn jemand ein älteres Haus kauft, er das Haus zuerst einmal komplett renoviert und auf den Kopf stellt. Ich finde das nicht nötig. Vorausgesetzt, die wichtigsten Funktionen sind gegeben, könnte man doch zuerst einmal einziehen und dann nach und nach etwas umgestalten.

vom 16.03.2018, 12.59
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