Blogeinträge (Tag-sortiert)

Tag: Kurt Tucholsky

Kurt Tucholsky, Spruch des Tages zum 01.04.2023

Der friedliebende Mensch, der seine besten Kräfte
nicht auf Schlachtfeldern verwertet, baut sich eine Welt,
in der er etwas gilt, und er ist leicht geneigt,
diese seine Welt sittlich höher zu stellen als die aller andern.

(aus: »Der Leerlauf eines Heroismus, erschienen in: Die Weltbühne, 04.11.1930, Nr. 45«)
~ Kurt Tucholsky ~
deutscher Journalist und Schriftsteller; 1890-1935

Pseudonyme: Kaspar Hauser, Peter Panter, Theobald Tiger und Ignaz Wrobel;
deutscher Journalist und Schriftsteller; 1890-1935



Zitante 01.04.2023, 00.10 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Kurt Tucholsky

Der Mensch möchte nicht gern sterben,
weil er nicht weiß, was dann kommt.
Bildet er sich ein, es zu wissen, dann möchte er es auch nicht gern;
weil er das Alte noch ein wenig mitmachen will.
Ein wenig heißt hier: ewig.

(aus: »Der Mensch«, erschienen in Die Weltbühne, 16.06.1931, Nr. 24, S. 889)
~ Kurt Tucholsky ~
deutscher Journalist und Schriftsteller; 1890-1935

Pseudonyme: Kaspar Hauser, Peter Panter, Theobald Tiger und Ignaz Wrobel;
deutscher Journalist und Schriftsteller; 1890-1935

Zitante 23.11.2022, 18.00 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Kurt Tucholsky, Spruch des Tages zum 04.09.2022

Eines Morgens riechst du den Herbst.
Es ist noch nicht kalt; es ist nicht windig;
es hat sich eigentlich gar nichts geändert –
und doch alles.

(aus: »Die fünfte Jahreszeit« – Die Weltbühne, 22.10.1929, Nr. 43)
~ Kurt Tucholsky ~

Pseudonyme: Kaspar Hauser, Peter Panter, Theobald Tiger und Ignaz Wrobel;
deutscher Journalist und Schriftsteller; 1890-1935



Bildquelle: Kanenori/pixabay.com (Link führt zum Originalbild) / Lizenz: Pixabay

Zitante 04.09.2022, 00.10 | (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL

Kurt Tucholsky

Dies ist, glaube ich, die Fundamentalregel alles Seins:
"Das Leben ist gar nicht so. Es ist ganz anders."

(aus: »Die Weltbühne 21-2 [1925]«)
~ Kurt Tucholsky ~

Pseudonyme: Kaspar Hauser, Peter Panter, Theobald Tiger und Ignaz Wrobel;
deutscher Journalist und Schriftsteller; 1890-1935

Zitante 26.07.2022, 14.00 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Kurt Tucholsky

Die Leute blicken immer so verächtlich auf vergangene Zeiten,
weil die dies und jenes "noch" nicht besaßen, was wir heute besitzen.
Aber dabei setzen sie stillschweigend voraus, dass die neuere Epoche
alles das habe, was man früher gehabt hat, plus dem Neuen.
Das ist ein Denkfehler. Es ist nicht nur vieles hinzugekommen.
Es ist auch vieles verloren gegangen, im guten und im bösen.
Die von damals hatten vieles noch nicht. Aber wir haben vieles nicht mehr.

(aus: »Schnipsel«)
~ Kurt Tucholsky ~

Pseudonyme: Kaspar Hauser, Peter Panter, Theobald Tiger und Ignaz Wrobel;
deutscher Journalist und Schriftsteller; 1890-1935

Zitante 04.05.2022, 18.00 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Kurt Tucholsky, Spruch des Tages zum 12.02.2022

Wer die Enge seiner Heimat ermessen will, reise.
Wer die Enge seiner Zeit ermessen will, studiere Geschichte.

(aus: »Interessieren Sie sich für Kunst?« – erschienen in: "Zürcher Student", Mai 1926)
~ Kurt Tucholsky ~

Pseudonyme: Kaspar Hauser, Peter Panter, Theobald Tiger und Ignaz Wrobel;
deutscher Journalist und Schriftsteller; 1890-1935



Zitante 12.02.2022, 00.10 | (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL

Kurt Tucholsky

Ein vernünftiges Wort zur rechten Stunde hilft fast immer,
und man kann sich weit mehr mit seinen Gegnern aussprechen,
als man gemeinhin denkt.
Man tuts nur nicht immer.

(aus: »Der Fall Mischewski Contra Pimbusch« [1928])
~ Kurt Tucholsky ~

Pseudonyme: Kaspar Hauser, Peter Panter, Theobald Tiger und Ignaz Wrobel;
deutscher Journalist und Schriftsteller; 1890-1935

Zitante 31.01.2022, 18.00 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Kurt Tucholsky

Es ist ein großer Irrtum, zu glauben,
daß Menschheits-Probleme »gelöst« werden.
Sie werden von einer gelangweilten Menschheit liegen gelassen.

(aus: »So verschieden ist es im menschlichen Leben« [Die Weltbühne, 24.01.1928])
~ Kurt Tucholsky ~

Pseudonyme: Kaspar Hauser, Peter Panter, Theobald Tiger und Ignaz Wrobel;
deutscher Journalist und Schriftsteller; 1890-1935

Zitante 01.11.2021, 14.00 | (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL

Kurt Tucholsky

Der schönste Augenblick am Tag ist doch der,
wo man morgens unter der Brause hervorkriecht
und das Wasser von einem abtropft.
Was dann noch kommt, taugt eigentlich nicht mehr viel.

(aus: »Schnipsel, erschienen in Die Weltbühne, 30.12.1930«)
~ Kurt Tucholsky ~

Pseudonyme: Kaspar Hauser, Peter Panter, Theobald Tiger und Ignaz Wrobel;
deutscher Journalist und Schriftsteller; 1890-1935

Zitante 25.08.2021, 18.00 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Kurt Tucholsky

Der Mensch hat neben dem Trieb der Fortpflanzung
und dem, zu essen und zu trinken, zwei Leidenschaften:
Krach zu machen und nicht zuzuhören.

(aus: »Der Mensch«, erschienen in Die Weltbühne, 16.06.1931)
~ Kurt Tucholsky ~

Pseudonyme: Kaspar Hauser, Peter Panter, Theobald Tiger und Ignaz Wrobel;
deutscher Journalist und Schriftsteller; 1890-1935

Zitante 20.06.2021, 18.00 | (0/0) Kommentare | TB | PL

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