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Michael Rumpf
Ist Habsucht gesättigt,
gönnt sie sich das Hauptgericht:
Luxus.
(aus: »Was nützt es, wenn ein Chamäleon Farbe bekennt?« - Aphorismen [2019])
~ © Michael Rumpf ~
deutscher Essayist; * 1948
Michael Rumpf
Um das Versagen abzuschaffen,
darf es nichts Hohes oder Edles,
weder Selbstüberwindung noch Begabung geben.
Hängt man die Trauben niedrig,
dünkt sich jeder ein Riese.
(aus: »Querlinien« – Aphorismen [2004])
~ © Michael Rumpf ~
deutscher Essayist; * 1948
Michael Rumpf
Mit den besseren Argumenten
hat man noch nicht die besseren Karten.
(aus: »Gedankenfäden« – Aphorismen [1992])
~ © Michael Rumpf ~
deutscher Essayist; * 1948
Michael Rumpf, Spruch des Tages zum 15.07.2024
An der Ehe zweifeln wir, an der Liebe nicht.
Der Institution gilt jene Skepsis,
die dem Gefühl gebührte.
(aus: »Nebentöne« - Aphorismen [2008])
~ © Michael Rumpf ~
deutscher Essayist; * 1948

Michael Rumpf
Über den Verlust seiner Notwendigkeit
tröstet sich das Leben
mit dem Bewußtsein seiner Vielfalt.
(aus: »Querlinien« – Aphorismen [2004])
~ © Michael Rumpf ~
deutscher Essayist; * 1948
Michael Rumpf
Moral verändert sich:
Lieber Dreck am Stecken
als Schmutz an den Händen.
(aus dem zeno-Jahrheft Nr. 20 [1998])
~ © Michael Rumpf ~
deutscher Essayist; * 1948
Michael Rumpf
Relativieren:
die Schuld umverteilen.
(aus: »Was nützt es, wenn ein Chamäleon Farbe bekennt?« - Aphorismen [2019])
~ © Michael Rumpf ~
deutscher Essayist; * 1948
Michael Rumpf
Ein Ich verbindet sich mit einem Ich
auf Kosten der Individualität.
(aus: »Nebentöne« - Aphorismen [2008])
~ © Michael Rumpf ~
deutscher Essayist; * 1948
Michael Rumpf
Gedanken werden als fragwürdige geboren
und als selbstverständliche begraben.
(aus: »Nebentöne« [2008])
~ © Michael Rumpf ~
deutscher Essayist; * 1948
Michael Rumpf
Die Hoffnung stirbt zuletzt –
kein Wunder, da sie von Illusionen gut gepflegt wird.
(aus einem Manuskript)
~ © Michael Rumpf ~
deutscher Essayist; * 1948
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